Drohnen Special

Fern­gesteuerte Fluggeräte mit Kamera sind der Traum vieler Hobby­piloten. Unsere italienischen Kollegen von der Zeit­schrift HiTest haben Drohnen getestet und in ihrer Juli-Ausgabe vier Favoriten gekürt – zwei billige für weniger als 100 Euro und zwei teure für 475 und 1 130 Euro. Die Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich.

Wegen ihrer vier Rotoren heißen sie auch Quadrocopter

Die Funk­tions­weise der getesteten Drohnen ähnelt sich. Sie fliegen mittels vier Rotoren, von denen jeder aus zwei oder drei Blättern besteht. Sie werden deshalb auch als Quadro- oder Multicopter bezeichnet. Die teuren Modelle bieten zahlreiche Flug­optionen wie GPS oder die Funk­tion „Rück­kehr zum Start­punkt“. Diese Auto­matik wussten unsere Kollegen bei den Tests besonders zu schätzen. Die beiden teuren Modelle sind in der Lage, schwebend in der Luft zu stehen – mehr oder weniger gut. Sie können auch auto­matisch landen. Mit der Syma X5C-1 müssen Piloten den Landean­flug selbst steuern. Das ist nicht ganz einfach und erfordert einige Übung.

Tipp: Den Original-Testbe­richt unserer italienischen Kollegen von HiTest finden Sie unter Droni: Visioni dal cielo.

Fotoqualität teil­weise bescheiden

Die getesteten Quadrocopter haben eine Kamera an Bord. Drei Modelle können filmen und fotografieren, die Parrot Spider nur fotografieren. Die Bild­qualität lässt laut der Mess­ergeb­nisse unserer italienischen Kollegen bei den güns­tigen Fluggeräten zu wünschen übrig. Die beiden teuren über­zeugen bei Foto und Film.

Flughöhen von 10 bis 150 Meter

Der mögliche Flugradius variiert sehr. Je nach Modell können die Drohnen Höhen zwischen 10 und 150 Meter erreichen. Die maximale Entfernung beträgt zwischen 20 und mehr als 300 Meter. Angetrieben werden sie mit kleinen Elektromotoren. Das Flug­vergnügen ist ein recht kurzes: Mit einer vollen Akkuladung dauert es je nach Modell lediglich 5 bis 17 Minuten. Gesteuert werden die Drohnen entweder mit einer speziellen Fern­steuerung, dem Controller, oder via Smartphone oder Tablet über eine App.

Das sollten Sie wissen

Wer eine Drohne benutzt, kann schnell in recht­liche Grauzonen fliegen. Ganz wichtig vor dem ersten Start:

  • Versicherungs­schutz prüfen. Eine Versicherung ist Pflicht. Oft reicht die private Haft­pflicht­versicherung nicht aus. Zusatz­policen sind ab 40 Euro pro Jahr zu haben.
  • Kinder beaufsichtigen. Grund­sätzlich darf jeder eine akku­betriebene Drohne mit weniger als fünf Kilo Gewicht steuern, wenn es zum reinen Privatvergnügen erfolgt. Wegen der Risiken empfiehlt es sich, es Kindern nur unter Aufsicht zu erlauben. Nutzer dürfen Drohnen ausschließ­lich über Sicht­kontakt steuern.
  • Genehmigung einholen. Wer eine Drohne zu gewerb­lichen Zwecken nutzt, braucht eine Genehmigung der Landes­luft­fahrt­behörde.
  • Flug­verbots­zonen einhalten. Für Hobby­piloten gibt es zahlreiche Tabuzonen, in denen sie ihre Drohnen nicht fliegen lassen dürfen, zum Beispiel im Umkreis von 1,5 Kilo­metern von Flughäfen. Erkundigen Sie sich vorher, ob Sie sich in einer Flug­verbots­zone befinden oder nicht.
  • Privatsphäre beachten. Der Reiz von Drohnen besteht darin, Aufnahmen aus neuen Perspektiven zu machen. Die Privatsphäre des Nach­barn ist tabu.

Tipp: Was Sie aus der Luft fotografieren dürfen und welche Regeln sonst noch für den Drohnen­flug gelten, steht ausführ­lich in der Meldung Drohnen: Das müssen Hobbypiloten wissen.

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