Drohende Schließung der City BKK Meldung

Der City BKK droht erneut die Schließung. Derzeit laufen die Prüfungen beim Bundes­versicherungs­amt (BVA). Eine endgültige Entscheidung wird für Mai erwartet. test.de sagt, was Versicherte der City BKK im Fall einer Schließung beachten müssen.

BVA prüft mögliche Schließung

Bereits im vergangenen Jahr stand die City BKK aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit vor einer Schließung (siehe Meldung Insolvenz von Krankenkassen). Diese konnte aber mit einem Sanierungskonzept zunächst abgewendet werden. Nun droht der Kasse erneut das Aus. Der BKK Bundesverband bestätigte gegenüber test.de, dass derzeit beim BVA entsprechende Prüfungen stattfinden. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass es zu einer Schließung kommt“, sagt Christine Richter, Pressesprecherin des BKK Bundesverbands. Grundsätzlich kann das BVA die Schließung anordnen, wenn eine gesetzliche Krankenkasse dauerhaft nicht mehr zahlungs- und leistungsfähig ist.

Arzt muss behandeln

Befürchtungen von Versicherten, im Falle einer Schließung den Versicherungsschutz zu verlieren, sind unbegründet. Kann die insolvente Kasse Ärzte und andere Leistungserbringer wie Krankenhäuser oder Rehaeinrichtungen nicht mehr bezahlen, haften zunächst die anderen Kassen derselben Kassenart. Im Fall einer möglichen Schließung der City BKK sind das alle anderen Betriebskrankenkassen. Allerdings haften diese nur bis zu einer bestimmten Höhe. Wird diese überschritten, müssen alle gesetzlichen Krankenkassen einspringen. Für Versicherte heißt das konkret: Behandlungen werden bezahlt, kein Arzt oder ein anderer Leistungserbringer darf zum Beispiel eine Behandlung oder Therapie verweigern.

Freie Wahl einer neuen Kasse

Sollte es tatsächlich zu einer Schließung der City BKK kommen, müssen sich die Mitglieder eine neue gesetzliche Krankenkasse suchen. Wichtig: Sie haben dafür genügend Zeit und zudem freie Kassenwahl. Nur wenn Mitglieder sich nicht rechtzeitig um eine neue Kasse kümmern, meldet der Arbeitgeber sie bei der gesetzlichen Krankenkasse an, bei der sie vor ihrer Mitgliedschaft in der City BKK versichert waren. Ist diese Kasse nicht zu ermitteln, wählt der Arbeitgeber eine andere Kasse aus. Ebenso gehen die Bundesagentur für Arbeit bei Beziehern von Arbeitslosengeld und die Rentenversicherungsträger bei Rentnern vor.

Zusatzbeiträge

Die City BKK ist eine von insgesamt zehn geöffneten Krankenkassen, die einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben. Er liegt bei 15 Euro pro Monat. Haben Mitglieder ihre Zusatzbeiträge für 2011 bereits im Voraus gezahlt, sind diese im Fall einer Kassenschließung nicht verloren. Sie werden den Mitgliedern anteilig für die Monate zurückgezahlt, in denen die Kasse nicht mehr existiert.

Weitere Tipps für Versicherte

In der Meldung Insolvenz von Krankenkassen berichtet test.de ausführlich, was im Fall einer Schließung auf Versicherte zukommt und worauf sie dann achten müssen. Die Meldung nennt unter anderem Fristen für die Wahl einer neuen gesetzlichen Krankenkasse und gibt Tipps, was Versicherte bei der Kassenwahl beachten sollten. Darüber hinaus informiert der Artikel, was bei bereits laufenden oder schon genehmigten Behandlungen im Falle einer Kassenschließung passiert.

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