Dresdner Bank Kapitalkonto Schnelltest

Angebot: Die Dresdner Bank bietet bis zum 18. Dezember ein „Kapitalkonto“ an, das auf die Senkung des Sparerfreibetrags ab 1. Januar 2007 zugeschnitten ist. Die Zinsen für Laufzeiten von zwei, drei oder vier Jahren werden komplett vorab noch 2006 gutgeschrieben. Die Mindestanlage beträgt 1 000 Euro, die Rendite 3,1 Prozent pro Jahr.

Vorteil: Sparer, die den bisherigen Freibetrag von 1 421 Euro nicht ausgeschöpft haben, können mit dem Kapitalkonto noch steuerfrei Zinsen kassieren. Das kann sich lohnen. Eine Zinsanlage, auf die sie im nächsten Jahr Steuern zahlen müssten, müsste schon eine recht hohe Rendite bringen, um nach Steuern 3,1 Prozent zu erzielen. Bei 30-prozentigem Steuersatz wären dazu 4,43 Prozent Rendite nötig.

Nachteil: Der Anleger muss sein Geld für mindestens zwei Jahre festlegen. Die Rendite von 3,1 Prozent ist im Vergleich zu den besten Einmalanlagen mäßig (siehe Der große Zinstest). Zudem geht es oft nur um bescheidene Beträge. So wäre es bei einem Restfreibetrag von 200 Euro nicht sinnvoll, mehr als 1 741 Euro für vier Jahre auf dem Kapitalkonto anzulegen.

Fazit: Das Kapitalkonto wirkt auf den ersten Blick verlockender, als es ist. Wer seinen Sparerfreibetrag bereits weitgehend ausgereizt hat, kann auf das Angebot der Dresdner Bank getrost verzichten. Sparer, die im kommenden Jahr den Freibetrag sprengen würden, und ihn in diesem Jahr noch nicht ausgeschöpft haben, können damit aber immerhin ein kleines Schnäppchen machen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 249 Nutzer finden das hilfreich.