Dresdner Bank Meldung

Die Dresdner Bank will Sparer vom Sparbuch weg und zu Investmentfonds lotsen. Doch den Interessenten setzt die Bank nur solche Fonds vor, die von der hauseigenen Fondsgesellschaft, dem Deutschen Investment Trust (DIT), angeboten werden. Schließlich kassiert die Dresdner Bank dafür den Ausgabeaufschlag, der beim Kauf von Fondsanteilen anfällt.

In einem Fernsehspot der Bank rechnet eine pfiffige Enkelin ihrem Großvater vor, dass Investmentfonds doch viel mehr bringen als die mageren Sparbuchzinsen: Wer im Jahr 1980 auf dem Sparbuch 1.000 Mark angelegt habe, besäße im Oktober 1999 durch Zinseszinsen rund 1.700 Mark. Wäre das Geld in einen Wertpapierfonds gezahlt worden, stünde ein Vermögen von 12.000 Mark zur Verfügung. Diese Rechnung geht auf mit dem DIT-Concentra, einem deutschen Aktienfonds. Aber mit vielen anderen Fonds des DIT hätte der Anleger die 12.000 Mark keineswegs erreicht. Fonds anderer Gesellschaften brachten den Sparern oft mehr ein.

TiPP: Wenn Sie langfristig sparen wollen, sind Fonds eine bessere Wahl als das Sparbuch. Aber vergleichen Sie das Fondsangebot Ihrer Hausbank mit dem der Konkurrenz anhand der Finanztest-Fondstabellen. Legen Sie aufs Sparbuch nur den Notgroschen von etwa drei Nettomonatsgehältern.

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