Dreiländerfonds Anklage gegen KC-Chef Walter Fink

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Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen Walter Fink, den Initiator des Dreiländerfonds 94/17, und gegen einen weiteren Fondsbeteiligten Anklage erhoben. Dem Geschäftsführer der KC-Gruppe werfen die Ermittler vor, bei der Auflage des größten deutschen geschlossenen Immobilienfonds Anlegergeld veruntreut zu haben. Sie glauben auch, dass Fink durch mangelhafte Prospektangaben Anlagebetrug begangen hat. Untreue kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden, Anlagebetrug mit bis zu drei Jahren.

Als Geschäftsführer des Fonds 94/17 beschäftigte Fink eigene Firmen, die Bankdarlehen zur Fondsfinanzierung organisieren und dafür im Erfolgsfall Gebühren bekommen sollten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft habe Fink aber über drei Millionen Mark kassiert, obwohl die Darlehen noch nicht gewährt worden waren. Den Vorwurf der Untreue macht die Staatsanwaltschaft auch Manfred Falk, dem Geschäftsführer einer Firma, die als Treuhänder die Interessen der Anleger wahren sollte.

Walter Fink habe zudem im Prospekt verschwiegen, dass er Beraterhonorare von einer Firma bezog, die ein Wertpapierdepot des Fonds 94/17 betreute. Diese für Anleger wichtige Information hätte nach Meinung der Staatsanwaltschaft nicht fehlen dürfen.

Die KC-Gruppe hält den Verdacht für unbegründet. Für die Vermittlung von Darlehen seien sogar zu wenig Gebühren gezahlt worden. Und eine Pflicht zur Veröffentlichung der Einnahmen von Fink habe nicht bestanden. Gleichwohl hat Fink die Beraterhonorare nach eigenen Angaben freiwillig zurückgezahlt.

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