Anleger des Dreiländerfonds (DLF) 94/17 sind Hiobsbotschaften gewohnt. Nachdem zunächst der frühere Generalmieter, die Stella AG, Pleite ging, kam jetzt heraus, dass der Nachmieter bereits seit Januar 2000 keine Miete mehr zahlt. Deshalb hat die DLF 94/17-Walter Fink-KG, die Eigentümerin und Vermieterin der Objekte in Stuttgart ist, den Mietvertrag mit dem Nachmieter gekündigt. Dieser Mieter, eine Gesellschaft der Copthorne-Gruppe, betreibt ein Tara-Hotel in dem Gebäudekomplex.

Nach Angaben des Investors des DLF 94/17, der Kapital-Consult (K/C Holding), wollte die Copthorne Gruppe den DLF 94/17 durch die Einstellung der Mietzahlungen zu Mietzugeständnissen zwingen. Die Copthorne-Gruppe dagegen wirft dem Vermieter vor, sich nicht genügend um das Objekt gekümmert zu haben.

Nach Angaben der K/C Holding verhandele man bereits mit neuen Mietern. Ein neuer Mietvertrag könne jedoch erst dann abgeschlossen werden, wenn ein am 20. September 2001 tagendes Schiedsgericht die Kündigung durch den DLF 94/17 bestätige.

Die K/C hofft, die ausstehenden Mieten noch nachträglich eintreiben zu können. Gelingt das nicht, erhalten die ohnehin gebeutelten Anleger des 94/17 vermutlich erneut geringere Ausschüttungen. Bereits im Jahr 2000 hatten sie laut K/C-Beschlussvorlage gar keine Ausschüttungen erhalten. Für das Jahr 2001 sind auch nur 2,5 statt der im Prospekt in Aussicht gestellten 7 Prozent angekündigt. Das trifft vor allem Anleger hart, die ihre Beteiligung per Kredit finanziert haben und ihre Kreditraten mit den Ausschüttungen aus dem Fonds bezahlen wollen.

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