Bis zum Jahr 2015 wird jeder fünfte deutsche Haushalt einen 3D-Fernseher besitzen, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Goldmedia. Doch die Fernsehgeräte werden vermutlich eher selten für dreidimensionale Inhalte genutzt. Für den weitverbreiteten Nebenbeikonsum von Fernsehsendungen eignet sich ein 3D-Film zum Beispiel gar nicht gut. Viele Nutzer essen beim Fernsehen, putzen, machen Handarbeit oder telefonieren. Beim 3D-Fernsehen sitzt der Zuschauer aber fast bewegungslos mit der teuren 3D-Brille auf der Nase auf dem Sofa. Auch für Fernsehproduzenten lohnen sich die Herstellungskosten entsprechender Filme bislang kaum: 3D-Sendungen sind deutlich teurer und können nicht einfach auf 2D heruntergerechnet werden. 3D-Fernsehen bleibt damit auch auf längere Sicht eher etwas für besondere Ereignisse, beispielsweise für die Übertragung großer Sportveranstaltungen oder für Blu-ray-Kinoabende.

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