Dr. Peters Group Meldung

Anleger des DS-Fonds 111, einem Schiffsfonds der Dr. Peters Group mit Sitz in Dortmund, müssen mit einem Totalverlust ihrer Einlage rechnen. Nachdem die Banken dem Fonds im Oktober die Kredite gekündigt haben, musste die Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden.

Banken tragen Fortführungskonzept nicht mit

Obwohl die Dr. Peter Group erklärt hatte, für die Restrukturierung und Fortführung des Fonds mit den beiden Rohöltankern MS Performer und MS Power Mittel in Höhe von 5 Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen, hatten die Banken eine Beteiligung an der Sanierung des im Jahr 2005 herausgegebenen Schiffsfonds abgelehnt. Offenbar glauben sie nicht mehr daran, dass die Krise bei der Vercharterung überbrückt werden kann.

Insolvenzverwalter verhandelt mit Banken

Nachdem sich die Anleger auf einer Gesellschafterversammlung für ein Fortführungskonzept ausgesprochen haben, verhandelt nun der Insolvenzverwalter mit der Commerzbank und der Nordea Bank über eine Weiterführung der Fonds. Die beiden Banken sind die einzigen Gläubiger. Ohne ihre Zustimmung ist der Fonds pleite und das Anlegergeld verloren. Nach Auskunft der Dr. Peter Group scheitert die Fortführung des Fonds an der kategorischen Ablehnung der Nordea Bank.

Verkauf der Schiffe für Anleger unwirtschaftlich

Ein Verkauf der Schiffe ist aus Sicht der Dr. Peters Group für Anleger die unwirtschaftlichste Lösung. Angesichts der schlechten Marktlage würden die Verkaufserlöse für die beiden Schiffe DS Performer und DS Power nicht reichen, die offenen Darlehen abzulösen. Wenn es zum Verkauf der beiden Schiffe kommt, müssten die Banken hohe Abschreibungen vornehmen, erklärte der Leiter der Unternehmenskommunikation, Holger Römer gegenüber Finanztest. Anleger müssten mit einem Totalverlust rechnen. Schlimmer noch: Nach Informationen von Anleger-Anwalt Mathias Nittel müssen sie die Ausschüttungen, die sie im Laufe der Jahre erhalten haben, möglicherweise wieder zurückzahlen.

Chance auf Schadenersatz

Viele Anleger haben jedoch Chancen auf Schadenersatz. Ersatzansprüche haben auf jeden Fall Investoren, die die Fondsanteile nach Beratung durch eine Bank oder Sparkasse gezeichnet haben und dabei nichts von den Rückvergütungen erfahren haben, die die Fondsgesellschaft an die Banken und Sparkassen gezahlt haben. Nach der vorläufigen Einschätzung von Anlegeranwälten waren aber auch die Informationen über die Risiken des Fonds oft nicht korrekt und können Schadenersatzansprüche begründen.

Schadenersatz für Geldanleger:Ersatz für Verluste

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