Die Dr. Meyers Schuldenverwaltungs- GmbH darf nicht mehr für ein Schuldentilgungsangebot unter Angabe einer kostenpflichtigen Telefonnummer werben. Das Landgericht Hannover verurteilte die Firma wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsgesetz in Verbindung mit einem Verstoß gegen die Preisangabenverordnung (Az. 18 O 3779/99, nicht rechtskräftig).

Die Werbung der Firma in Standardformularen täusche verschuldete Menschen über den wahren Preis des Angebots. So erwecke die Firma mit der Formulierung "kostenlose Anfrage" den Anschein, sie wolle kostenlos über eine Schuldentilgung informieren. Tatsächlich stelle sie jedoch einen Preis in Höhe von 3,63 Mark pro Minute in Rechnung.

Da verschuldete Verbraucher Gespräche über die Tilgung ihrer Schulden als letzte Rettung ansähen und deshalb Gespräche nicht von sich aus beenden würden, könne die Firma die Beratung in die Länge ziehen, um den Preis in die Höhe zu treiben. Gerade wer einen Ausweg aus der Schuldenmisere verheiße, müsse aber pauschale Preise für seine Dienstleistung angeben, urteilten die Richter.

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