Egon Banghard, ehemaliger Geschäftsführer der Fondsvertriebsgesellschaft Prinz zu Hohenlohe-Jagstberg & Banghard GmbH muss einem Anlegerpaar Schadenersatz in Höhe von rund 536 000 Euro zahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe bestätigte ein Urteil des Landgerichts Heidelberg, das Banghard wegen vorsätzlicher und sittenwidriger Falschberatung verurteilt hatte (OLG, Az. 1 U 58/04).

Banghard erhält dafür die Rechte an zwei Beteiligungen an den geschlossenen Immobilienfonds der Dr.-Hanne- Gruppe. Die Anleger hatten auf Banghards Empfehlung ihr Geld in die schon damals umstrittenen Fonds investiert. Das Gericht befand, dass Banghard sowohl Informationen verschwiegen als auch falsche Angaben gemacht hat.

Banghard hätte negative Presseberichte über die Dr.-Hanne-Gruppe nicht einfach pauschal als Stimmungsmache verwerfen dürfen. Auch hatte er die Kläger bei seiner Empfehlung nicht auf das gegen den Fondsinitiator laufende Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Wirtschaftsstraftaten hingewiesen.

Anwalt Stefan Frisch von Tilp Rechtsanwälte glaubt, dass durch das Urteil auch für weitere Banghard-Geschädigte die Chancen auf Rückzahlung steigen.

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