Dorf­leben Meldung

In einem Dorf­gebiet müssen Haus­eigentümer dulden, dass der Nach­bar auf seinem Grund­stück Hühner hält. Das Verwaltungs­gericht Neustadt wies die Klage einer Eigentümerin gegen den Land­kreis Donners­berg ab, der den Bau eines Hühner­stalls für bis zu zehn Hühner und einen Hahn auf dem Nach­bargrund­stück genehmigt hatte (Az. 4 K 419/17.NW).

Die Klägerin aus dem kleinen Sitters in Rhein­land-Pfalz fühlte sich durch das Gegacker der Hühner und das Krähen des Hahns gestört. Außerdem ginge vom Hühner­stall eine unzu­mutbare Geruchs­belästigung aus. Wegen des Gestanks könne sie ihren Gewölbekeller nicht mehr zum Einlagern von Lebens­mitteln nutzen.

Die Richter wiesen die Klage ab. Das Halten von zehn Hühnern sei in einem Dorf­gebiet orts­typisch und auch als Hobby zulässig. Gewisse Geruchs- und Lärmbelästigungen müssten die Nach­barn hinnehmen.

Rat der Richter: Die Klägerin könne die Lärm- und Geruchs­belästigungen verringern, indem sie die Fenster zum Nach­bargrund­stück schließe.

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