Doppelter Haushalt Meldung

Haben Arbeitnehmer am Arbeits­ort einen Zweit­haushalt, dürfen sie auch für Heim­fahrten Kilo­meterpauschalen abrechnen, für die sie kein Geld ausgeben. Das hat der Bundes­finanzhof (BFH) im Fall eines Bahn­angestellten entschieden, der viel gratis und steuerfrei mit dem Zug heim­fuhr (Az. VI R 29/12).

Der Kläger hatte in der Steuererklärung für alle Familien­heim­fahrten des Jahres Kilo­meterpauschalen von 5 199 Euro abge­rechnet (48 Fahrten x 361 Kilo­meter Entfernung x 0,30 Euro). Das Finanz­amt wollte aber nur die elf Fahrten berück­sichtigen, die der Mann mit seinem Auto zurück­gelegt hatte.

Der BFH erkannte alle Fahrten an, entschied aber, dass die Pauschalen um den Wert der Frei­fahrten und steuerfreie Reise­kosten­vergütungen des Arbeit­gebers zu kürzen sind. Die Bahn hatte den Wert der Gratis­fahrten mit 2 025 Euro beziffert. Das Finanz­amt müsste also 3 174 Euro als Werbungs­kosten anerkennen.

Der BFH hat das Verfahren an das Finanzge­richt Sachsen-Anhalt zurück­gegeben, damit es die Heim­fahrten und die Arbeit­geber­leistung exakt fest­stellt.

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