Von Miete bis Verpflegung: Das ist absetzbar

Umzug: Kosten für Umzüge zu Beginn und Ende des doppelten Haushalts werden akzeptiert – auch wenn der Zweitwohnsitz an einen anderen Arbeitsort verlegt wird oder ein Umzug am Arbeitsort stattfindet. Dafür müssen aber Belege vorhanden sein.

Wohnen: Absetzbar ist die Miete am Arbeitsort, dazu Renovierung, Reinigung und Reparaturen, Maklergebühren, Zweitwohnungssteuer, Wohnungseinrichtung wie Möbel, Gardinen und Teppiche, sofern es sich nicht um Luxusgüter handelt.

Eigentum: Wer am Arbeitsort eine eigene Immobilie kauft, kann Zinsen, Abschreibungen, Abgaben und Reparaturen ansetzen – aber höchstens die Kosten für eine durchschnittliche Mietwohnung bis 60 Quadratmeter.

Verpflegung: Das Finanzamt akzeptiert die Verpflegungspauschalen derzeit nur in den ersten drei Monaten: ab 8 Stunden täglicher Abwesenheit 6 Euro, ab 14 Stunden 12 Euro, bei 24 Stunden 24 Euro. Gegen die Befristung auf drei Monate sind Klagen vorm Bundesfinanzhof anhängig (Az. VI R 10/08 und VI R 11/08). Arbeitnehmer sollten daher die Pauschalen für die volle Zeit in ihrer Steuererklärung angeben und bei Ablehnung Einspruch einlegen.

Fahrten: Einmal pro Woche dürfen 30 Cent pro Kilometer abgerechnet werden – aber nur Hin- oder Rückweg, nicht beides. Alternativ werden Bahn- und Bustickets anerkannt. Für die erste Hinfahrt zu Beginn des  Dop­pelhaushalts und die letzte Heimfahrt mit dem Pkw dürfen 30 Cent pro Kilometer angesetzt werden, bei Bus und Bahn die vollen Kosten.

Tipp: Auch mehrere Fahrten pro Woche werden anerkannt. Dann fallen aber Miete und Essen flach. Es gilt also zu prüfen: Ist es günstiger, alle Fahrten per Entfernungspauschale abzurechnen und Unterkunft sowie Verpflegung gar nicht anzusetzen?

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