Doppelter Haushalt Meldung

Arbeitnehmer, die eine Zweitwohnung am Arbeitsort brauchen, können auf neue Steuererleichterungen hoffen. Sie dürfen möglicherweise bald auf Dauer die Pauschalen für Verpflegung in ihrer Steuererklärung geltend machen. Der Bundesfinanzhof (BFH) muss darüber in zwei Verfahren urteilen.

Geklagt haben Berufstätige, die verheiratet sind. Sie verlangen, dass das Finanzamt die Verpflegungspauschale wie die Miet- und Fahrtkosten bei der doppelten Haushaltsführung dauerhaft anerkennt (BFH Az. VI R 11/08, Az. VI R 10/08). Das Bundesverfassungsgericht hatte vor einigen Jahren entschieden, dass der Abzug für Miet- und Fahrtkosten nicht befristet werden darf.

Die Verpflegungspauschale hakt das Finanzamt derzeit nur in den ersten drei Monaten ab. Wie bei einer Dienstreise beträgt die Pauschale je nach täglicher Abwesenheit vom Lebensmittelpunkt, dem ersten Familienwohnsitz:

  • ab 8 Stunden Abwesenheit 6 Euro,
  • ab 14 Stunden 12 Euro,
  • bei 24 Stunden Abwesenheit 24 Euro.

Tipp: Machen Sie die Verpflegungspauschale in Ihrer Steuererklärung ­dauerhaft geltend. Lehnen die Finanzbeamten ab, legen Sie Einspruch ein und beantragen mit Verweis auf die BFH-Aktenzeichen Ruhen des Verfahren bis zur ­Entscheidung.

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