Doppelter Haushalt Meldung

Teure Zweitwohnungen akzeptiert das Finanzamt nur begrenzt.

Auswärts Beschäftigte dürfen nicht aus dem Vollen schöpfen, wenn sie für eine Zweitwohnung am Arbeitsort Kosten absetzen wollen. Mehr als die ortsübliche Durchschnittsmiete für eine 60-Quadratmeter-Wohnung muss das Finanzamt laut Bundesfinanzhof nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkennen (Az. VI R 10/06 und Az. VI R 23/05).

Auch wenn sie argumentieren, dass kleine Wohnungen Mangelware sind oder in der Eile nur eine größere Wohnung zu mieten oder kaufen war, machen die Richter keine Ausnahme. Sie ­halten sogar an der 60-Quadratmeter-Grenze fest, wenn ein Zimmer in der Zweitwohnung teilweise als Büro genutzt wird.

Nur einen Raum, den das Finanzamt als Arbeitszimmer anerkennt, kann laut Bundesfinanzhof jeder zusätzlich abrechnen. Dazu muss das Arbeitszimmer aber Mittelpunkt der gesamten Arbeit sein. Bei Berufstätigen, die auswärts beschäftigt sind, wird das kaum der Fall sein.

Für die Zeit vor 2007 bekommen Beschäftigte mit doppeltem Haushalt noch leichter Steuervorteile für ein Arbeitszimmer. Das Finanzamt gewährt sie, wenn Arbeitnehmer wie Professoren oder Lehrer meist daheim gearbeitet haben oder für diese Arbeit woanders keinen Arbeitsplatz hatten.

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