Doppelte Haus­halts­führung und die Steuer Meldung

Beruflicher Zweit­wohn­sitz: Möbel lassen sich zusätzlich absetzen.

Kosten für Möbel und Haus­halts­artikel eines beruflich benötigten Zweit­haus­halts lassen sich grund­sätzlich voll­ständig absetzen. Das hat der Bundes­finanzhof entschieden (Az. VI R 18/17).

Maximal 12 000 Euro pro Jahr sind absetz­bar

Müssen Arbeitnehmer aufgrund ihres Arbeits­ortes zwei Haushalte führen – etwa weil die Fahrt zum Arbeits­platz unter der Woche sonst zu lange dauert –, können sie die Kosten des Zweit­wohn­sitzes als Werbungs­kosten geltend machen. Pro Monat akzeptiert das Finanz­amt höchs­tens 1 000 Euro für die Unterkunft, also maximal 12 000 Euro im Jahr. Es zählen etwa Miete, Betriebs- und Reinigungs­kosten, Zweit­wohnung­steuer und Rund­funk­beitrag, die der Arbeitnehmer selbst getragen hat.

Ausgaben für Einrichtung und Hausrat zählen extra

Ausgaben für Einrichtung und Hausrat bezog die Finanz­verwaltung bisher in den Höchst­betrag ein. Falsch, stellte nun der Bundes­finanzhof fest: Die Nutzung der Einrichtungs­gegen­stände ist nicht mit der Nutzung der Unterkunft gleich­zusetzen. Derartige Kosten sind zusätzlich abzugs­fähig.

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