Doppelte Haus­halts­führung Meldung

Mehrere Arbeitnehmer sind für ihren doppelten Haushalt mit unterschiedlichem Erfolg vor Gericht gezogen. Sie wollen Mieten, Verpflegungs­kosten und Heim­fahrten absetzen, weil sie am Arbeits­ort eine Zweit­wohnung haben.

Pkw-Stell­platz. Das Finanz­amt muss nicht nur die Wohnungs­miete am Arbeits­ort anerkennen, sondern auch die Miete für einen notwendigen Stell- oder Garagen­platz. Der Platz kann zum Beispiel zum Schutz des Autos nötig sein oder weil Park­plätze knapp sind, urteilte der Bundes­finanzhof (Az. VI R 50/11).

Familien­wohn­sitz. Vor dem Finanzge­richt Düssel­dorf erreichte ein Kläger, dass ihm für die ersten drei Monate nach dem Wegzug vom Arbeits­ort Verpflegungs­pauschalen bis zu 24 Euro am Tag zustehen. Der Mann war nach der Hoch­zeit mit seiner Frau in eine andere Stadt gezogen, hatte seine Wohnung am Arbeits­ort aber behalten. Gegen das Urteil ist die Revision beim Bundes­finanzhof zugelassen (Az. 15 K 318/12 E).

Heim­fahrten. Erfolg­los blieb eine Frau, die am Arbeits­ort und am rund 600 Kilo­meter entfernten Heimat­ort eine Wohnung hat. Da sie maximal sechs­mal im Jahr zum Heimat­ort fuhr, erkannte das Finanzge­richt München keine doppelte Haus­halts­führung an (Az. 5 K 1116/11).

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.