Doppelte Haushaltsführung Meldung

Azubis, die auswärts lernen, müssen aufpassen, wenn das Finanzamt oder die Familienkasse die ­doppelte Haushaltsführung nicht mehr anerkennen will. Erst ab 2004 gelten Neuregelungen.

Arbeitnehmer in der Berufsausbildung, die auswärts lernen und bei den Eltern wohnen, können noch bis Ende 2003 ihre Kosten für die doppelte Haushaltsführung beim Finanzamt oder der Familienkasse abrechnen. Das sollten sie auch tun, wenn sie länger als zwei Jahre in der Berufsausbildung sind. Bisher will die Behörde die Ausgaben längstens für zwei Jahre anerkennen, da es sich ohne eigenen Hausstand (nur Zimmer bei den Eltern) nur um eine Billigkeitsregel handele, meint die Oberfinanzdirektion Chemnitz (S 2352 - 26/14 - St 22).

Tipp: Lehnt die Behörde ab, legen Betroffene dagegen Einspruch ein und beantragen zugleich Ruhen des Verfahrens. Das Finanzgericht Brandenburg hatte bereits festgestellt, dass für Azubis die Zweijahresfrist nicht gilt. Endgültig muss dazu noch der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden (Az. VIII R 29/03 und VIII R 32/03). Auf diese anhängigen Verfahren sollten sie verweisen.

Ab 2004 erhalten Azubis aber nur noch den Abzug für den Zweithaushalt, wenn sie tatsächlich zwei Haushalte führen.

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