Doppelte Haus­halts­führung Meldung

Pendler brauchen zwei Küchen: Dafür gibts Geld vom Finanz­amt zurück.

Anschaffungs­kosten für die Einrichtung eines beruflich bedingten Zweit­haus­halts sind nicht auf den Höchst­betrag von 1 000 Euro begrenzt. Das entschied jetzt das Finanzge­richt Düssel­dorf (FG Düssel­dorf, Az. 13 K 1216/16).

Der Fall

Ein Angestellter wollte die Anschaffungs­kosten für Möbel in Höhe von rund 2 900 Euro für seine Zweit­wohnung als sons­tige Aufwendungen absetzen. Sie seien keine monatlichen Unter­kunfts­kosten, argumentierte er. Das Finanz­amt begrenzte den Abzug aber auf den Höchst­betrag von 1 000 Euro. Die Richter gaben dem Mann recht. Aus dem Wort­laut der Gesetzes ergebe sich für Hausrat und Möbel gerade keine Begrenzung.

Nun entscheidet der BFH

Mit dem Urteil wider­sprechen die Richter der Praxis der Finanz­ämter. Danach dürfen seit Januar 2014 für einen doppelten Haushalt monatlich höchs­tens 1 000 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Die Finanz­verwaltung zählt dazu auch Ausgaben für Einrichtung und Hausrat (BMF-Schreiben, 24.10.2014). Das letzte Wort hat jetzt der Bundes­finanzhof (BFH).

Tipp: Pendler sollten Ausgaben für die notwendige Einrichtung ihrer Zweit­wohnung zusätzlich zum Höchst­betrag von 1 000 Euro ansetzen. Streicht das Finanz­amt Kosten, legen sie mit Hinweis auf den Muster­prozess (BFH, Az. VI R 18/17) Einspruch ein. Das Verfahren ruht dann bis zur Entscheidung.

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