Der Domo DO325VD dörrt am besten: energiesparend, leise und relativ zügig. © Anbieter
Seit Jahrhunderten werden Lebensmittel durch Wasserentzug konserviert. Vitamine und Mineralstoffe bleiben dabei erhalten. Was früher Sonne und Wind erledigten, übernehmen heute Dörrgeräte. Sie arbeiten mit warmer Luft, was seine Zeit braucht. Bei wasserreichem Obst wie Kirschen und Pflaumen laufen die Automaten bis zu 15 Stunden. Sie trocknen Pilze für Soßen, Beeren fürs Müsli, Apfelringe zum Knabbern – und sogar Fleisch. Tschechische Tester haben 14 Dörrgeräte geprüft.
14 Dörrgeräte im Test
Unsere tschechische Schwesterzeitschrift DTest hat 14 Modelle getestet. Von den drei besten Geräten sind auch hierzulande zwei erhältlich: Domo DO325VD für etwa 49 Euro und Sencor SFD 135E für etwa 44 Euro.
Geschmacksintensität. Das wichtigste Qualitätskriterium beim Dörren: Wie intensiv ist der Geschmack in den Lebensmitteln nach dem Trocknen? Im Test war die Geschmacksintensität bei getrockneten Äpfeln generell am besten.
Einheitliches Trocknen. Es wurde auch gemessen, ob die Lebensmittel gleichmäßig getrocknet wurden. Gemessen am Aussehen der Dörrresultate schwächelten auch die mit gut bewerteten Geräte. So ist es Domo nach Meinung der Laborexperten nicht gelungen, Trauben einheitlich zu trocknen: Einige Rosinen einer Charge waren zu trocken, andere dagegen noch nicht fertiggetrocknet. Auch geschmacklich konnten sie nicht mit den Dörrergebnissen einiger anderer Modelle mithalten.
Trocknungsleistung. Wichtig ist auch die Trocknungsleistung der Dörrgeräte. Zu den guten Geräten in dieser Kategorie gehört auch der Testsieger Domo. Selbst die in der Sensorik am besten bewerteten Modelle bekamen nur ein Gut für das Trocknen insgesamt, da sie dafür sehr lange brauchen. Am zeitsparendsten werden mit den Testmodellen Beeren und Pilze getrocknet. Äpfel dauern modellabhängig 6 bis 15 Stunden, Fleisch bis zu 19 Stunden. Trauben sind mit über 10 bis 37 Stunden Trocknung am zeitintensivsten.
Energieverbrauch. Sencor und Domo lagen mit ihrem Energieverbrauch für die Herstellung von Rosinen unter dem Durchschnitt von ca. 6 kWh. Beim Gerät Domo kosten zehn Stunden Trocknen gut 1 Euro. Das Sencor-Modell ist etwas stromsparender.
Gute Reinigungsmöglichkeit ist wichtig
Reinigung. Da die Geräte bei jedem Gebrauch mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, war das wichtigste Kriterium bei der Handhabung die Reinigung. Pluspunkte bekommen die Geräte, die sich schnell und einfach reinigen lassen, in deren Fugen keine Speisereste und auf deren Oberfläche keine Fingerabdrücke zurückbleiben. Die beiden hierzulande erhältlichen Geräte bekamen die Note Befriedigend. Hier ist noch Verbesserungsbedarf, denn über diese Note kam im Punkt Reinigung keines der getesteten Geräte hinaus.
Nutzerfreundlichkeit. DTest bewertete auch Aspekte der Nutzerfreundlichkeit – zum Beispiel die verständliche und klare Gliederung der Anleitung, der leichte Zusammenbau und das Befüllen. Ansonsten sind die Geräte in der Bedienung einfach und intuitiv. Auch in den Sicherheitsprüfungen blieben alle Geräte innerhalb der Normen.
Zwei Geräte auch für deutsche Küchen
Sencor wie auch Domo laufen geräuscharm. Domo trumpfte dabei mit leicht niedrigeren Messwerten auf. Zudem ist Domo mit seinen knapp 2 Kilo auch eines der leichteren Testmodelle. Dabei ist es eigentlich ein wahrer Trockenturm: Es bietet Dörrmöglichkeiten auf fünf Etagen und ist somit ideal für echte Dörr-Liebhaber. Außerdem verspricht sein Hersteller, dass man darin auch Dörrfisch, Teigwaren bzw. Brot-Croutons zubereiten können soll. Fazit: Der Testsieger Domo DO325VD trocknet effizient, geräuscharm und lässt sich zudem recht einfach reinigen. Lediglich in der Gleichmäßigkeit der Trockenergebnisse fehlt es ihm noch an Perfektion. Auch das drittplatzierte Modell Sencor SFD 135E eignet sich gut zum Dörren.
Tipp: Wenn sie gern und häufig Lebensmittel trocknen, dürften Sie die Anschaffung eines Dörrgerätes nicht bereuen, zumal es kein großes Loch in die Haushaltskasse reißt. Dörrgeräte eignen sich etwa besonders für Pilzsammler und alle, die gesunde Snacks selber machen wollen. Wer nur einmal im Jahr dörrt, für den lohnt sich die Anschaffung jedoch nicht.
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weitere Gedanken
Jahreszeitlich angepasste Ernährung bringt Vitamine
Heute, wo man selbst im Winter frisches Obst bekommt - natürlich zu dem Preis von Transport u. evtl. Umweltbelastung. (wir werden immer Älter - sichererlich eine Frage des medizinischen Fortschrittes - aber evtl. auch der besseren Vitaminversorgung und Ernährung zu erschwinglichen Preisen für einen größeren Teil der Bevölkerung?)
Professionelle Lagerung von Äpfeln - da wäre ein Vergleich Energieaufwand - Vitaminverlust im Verhältnis zu Dörren interessant.
Nicht zu letzt Frage ich mich, ob vieles eine Modeerscheinung ist. Wie weit diese wissenschaftlich unterlegt ist?
Warum schreibt der Autor dieses Buch - geht es wirklich um Wissen zu verbreiten? Oder geht es einfach darum eine Möglichkeit zu nutzen, um Einkommen zu generieren. Man recherchiere mit Suchmaschine nach:
"passives Einkommen" AND "Buch"
oder
"passives Einkommen" AND "Autor"
Weiß, das ist sehr kritisch - nur so mal ein paar Gedanken
Gruss
Monika
Kommentar vom Autor gelöscht.
Das steht auch so im wiki.
"Gegenüber anderen Konservierungsverfahren hat das Dörren unter anderem den Vorteil, dass die Nahrung mit dem Wasserentzug kleiner und leichter wird, was sie einfacher transportier- und lagerbar macht. Die Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsfasern des Dörrguts bleiben erhalten. "
Vielleicht liegt hier die Betonung auf "gegenüber anderen Konservierungsverfahren" ?
Als Quelle wird "Samwald, S. 11." angegeben. Muss das erst noch in der Stadtbücherei bestellen.
Hm, man bräuchte konkrete Zahlen, pro Vitamin.
Ist ein einzelnes Buch ein Wissenschaftlicher Nachweis?
Ich erinnere mich noch, vor Jahren bei Verbraucherzentralen-Infos, Büchern ... Listen gesehen zu haben, welche Lebensmittel, Vitamine nur beim Heimtransport - und der Lagerung von ein paar Tagen in hohen Prozentanteilen verlieren.
- es geht weiter -Teil 2-