Dividendenfonds Test

BASF ist einer der zuver­lässigsten Dividendenzahler.

Das Jahr­zehnt nach der Jahr­tausend­wende war nicht für alle Anleger verloren. Aktien und Aktienfonds haben in dieser Zeit zwar meist Verlust gebracht. Wer auf Aktien mit hoher Dividenden­rendite setzte, konnte jedoch Gewinn machen. Finanztest zeigt, wie Anleger mit Indexfonds bequem in Dividenden­titel investieren können.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Dividendenfonds.

Renditeplus dank Dividenden

Die Unter­suchung von Finanztest zeigt: Dividenden­starke Aktien brachten im Durch­schnitt deutlich mehr als der breite Markt. So hätte der DivDax, der die 15 dividenden­stärksten Aktien aus dem deutschen Aktien­index Dax vereint, bei Rück­rechnung bis ins Jahr 2000 3,4 Prozent pro Jahr gebracht. Der Dax hat im gleichen Zeitraum 1,2 Prozent pro Jahr verloren. In anderen Aktienmärkten waren die Unterschiede zwischen Dividenden- und Basisindizes sogar noch größer (Tabelle). Das können sich Anleger zunutze machen, indem sie auf Dividendenindizes setzen. Diese wählen aus einem größeren Index die besten Dividenden­titel aus. Damit ersparen sie Anlegern Arbeit und bieten ihnen auch eine breite Risiko­streuung.

Intelligente Dividendenindizes

Die meisten Indizes nehmen nicht die Dividendenrendite allein als Kriterium, sondern stellen strengere Anforderungen. Wichtig ist vor allem, dass die darin enthaltenen Titel Ausschüttungen regel­mäßig und möglichst in steigender Höhe über mehrere Jahre gezahlt haben. Einen einzelnen Dividenden­ausfall verzeihen manche Indexanbieter, mehr aber nicht. Intelligente Dividendenindizes berück­sichtigen auch, wie eine Dividende finanziert wird. Für die Dow-Jones- und Stoxx-Indizes werden jene Firmen aussortiert, die mehr als 60 Prozent der Jahres­gewinne an die Anleger ausschütten oder die Dividende sogar voll­ständig aus der Firmen­substanz entnehmen. Schließ­lich soll ein Unternehmen nur das Geld verteilen, das es vorher verdient hat.

Sonder­vermögen gibt Sicherheit

Wie unter allen Indexfonds gibt es auch bei den Strategiefonds viele Swap-Produkte (swap = eng­lisch für Tausch). Sie bilden die Index­entwick­lung nach, ohne dass der Fonds die Original­aktien aus dem Index enthält. Doch eins haben Swap-Fonds mit so genannten voll replizierenden Fonds gemein­sam. Auch bei ihnen steht im Hintergrund ein Sonder­vermögen, das eine Pleite des Fondsanbieters über­stehen würde. Wer einen Fonds klassischen Charakters haben möchte, wird von Swaps dennoch die Finger lassen. Für die Anbieter sind Swap-Fonds bequem. Der Nach­bau von Indizes mit Original­aktien ist viel aufwändiger und teurer als die künst­liche Nach­bildung. Indexfonds mit Original­aktien haben oft eine etwas schlechtere Rendite als Swap-Fonds.

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