Dividenden können bald auch in Form von Sachwerten bezahlt werden. Vor­aussetzung ist allerdings, dass das Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG) entsprechend geändert wird. Einige Aktiengesellschaften wie SAP oder die Telekom haben auf ihren Hauptversammlungen diesbezügliche Beschlüsse schon vorweggenommen.

Bekommen die Aktionäre demnächst Software? Oder Telefonkarten? Möglich wäre das, jedenfalls rechtlich. In der Praxis werden die Sachdividenden jedoch wohl in Form von Aktien gezahlt werden. Infrage kommen entweder eigene oder Aktien von Tochtergesellschaften. Die Unternehmen bekommen dadurch mehr Flexibilität: Beispielsweise könnten sie auch dann Dividenden ausschütten, wenn sie sich in einem Liquiditätsengpass befänden.

Anders als bei der bar bezahlten Dividende, die fix ist, kann der Kurs der Aktie schwanken. Wollten private Anleger die Aktien – in der Regel werden es geringe Stückzahlen sein – sofort verkaufen, schlügen die Gebühren überproportional zu Buche. Im Übrigen ist noch nicht geklärt, ob in diesem Fall Spekulationssteuer anfällt.

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