So bleiben die Gewinne steuerfrei

Bei Discountzertifikaten sollten Anleger bereits jetzt die neuen Regeln zur Abgeltungsteuer berücksichtigen.

Für Discountzertifikate gilt die Übergangsregelung zur Abgeltungsteuer. Ob das Finanzamt Anleger zur Kasse bittet, hängt davon ab, wann sie die Papiere gekauft haben, wie lange sie diese halten und zu welchem Datum sie wieder verkaufen. Ein Überblick über die Regelungen:

  • Neue Discountzertifikate

Anleger, die jetzt ein Discountzertifikat kaufen, müssen auf den Stichtag 30. Juni 2009 achten. Verkaufen sie das Papier bis zum 30. Juni 2009 oder wird das Papier bis dahin fällig, wie die Zertifikate in unserer Tabelle, gelten für sie die alten Steuerregeln: Halten sie das Papier länger als zwölf Monate, sind die Gewinne steuerfrei. Bei einem Verkauf vor Ablauf dieser zwölf Monate fällt Spekulationsteuer an.

Wer jetzt kauft und nach dem 30. Juni 2009 verkauft, muss Abgeltungsteuer zahlen. Sie beträgt 25 Prozent der Kursgewinne, zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.

Tipp: Haben Anleger Discountzertifikate nach dem 14. März 2007 gekauft und werden diese erst nach dem 30. Juni 2009 fällig, sollten sie überlegen, diese Papiere rechtzeitig vorher zu verkaufen. Damit vermeiden sie die Abgeltungsteuer. Das lohnt sich, wenn der Gewinn, auf den sie dabei möglicherweise verzichten, geringer ist als die Abgeltungsteuer – das dürfte fast immer der Fall sein.

  • Discountzertifikate im Bestand

Wer ein Discountzertifikat bis einschließlich 14. März 2007 gekauft hat, für den gelten die alten Steuerregeln auch über den 30. Juni 2009 hinaus: Hält er das Papier länger als zwölf Monate, sind die Gewinne steuerfrei.

Bei einem Verkauf vor Ablauf dieser zwölf Monate fällt Spekulationsteuer an. Allerdings nur, wenn die Spekulationsgewinne, auch aus anderen Wertpapiergeschäften, in einem Jahr die Freigrenze von 512 Euro übersteigen.

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