Fünf Wege zur Betriebsrente

Wenn der Arbeitgeber keine Betriebsrente anbietet, ­können Arbeitnehmer den Abschluss einer Direktversicherung für sich verlangen.

Für Betriebsrenten erlaubt das Gesetz fünf Wege: die Direktzusage, die Unterstützungskasse, den Pensionsfonds, die Pensionskasse und die Direktversicherung. Über Weg eins und zwei sind weitgehend unbegrenzt hohe steuerfreie Sparbeiträge möglich, die zudem in diesem Jahr bis zu 2 496 Euro sozialabgabenfrei sind. Auf den anderen drei Wegen kann ein Arbeitnehmer ebenfalls bis zu dieser Obergrenze sozialabgabenfrei, aber auch nur bis dahin steuerfrei einzahlen. Zusätzliche steuer-, aber nicht sozialabgabenfreie 1 800 Euro sind möglich, sofern ein Arbeitnehmer noch keine vor 2005 geschlossene pauschalbesteuerte Direktversicherung bespart.

Rechtsanspruch ja, nein

Wird die Versorgung über eine Pensionskasse, einen Lebensversicherer mit Direkt­­versicherung oder einen Pensionsfonds abgeschlossen, hat der Arbeitnehmer ­einen direkten Rechtsanspruch auf die Betriebsrente gegenüber der externen Versorgungseinrichtung.

Gegenüber einer Unterstützungskasse, die als Stiftung oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) von einem oder mehreren Arbeitgebern finanziert wird, haben Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch auf Leistungen. Sie ­haben ihn aber gegenüber dem Arbeitgeber. Das Gleiche gilt auch bei der Direktzusage. Hier gibt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Versorgungszusage und bildet dafür Rückstellungen in der Bilanz.

Kapitalanlage

Während bei der Pensionskasse und der Direktversicherung klassische Kapitalanlagen dominieren, darf das Sparkapital der Einzahler bei den erst seit 2002 zulässigen Pensionsfonds unbegrenzt in ­Aktien angelegt werden. Zum Rentenbeginn müssen Pensionsfonds aber mindestens die Beitragshöhe garantieren, was ihre Anlagefreiheit einschränkt. Ohnehin werden die höheren Renditechancen von Aktieninvestments von vielen Pensionsfonds bisher wenig genutzt.

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