Arbeitnehmer können Prämien für Direktversicherungen jetzt wieder problemlos mit Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeldern bestreiten. Die Beiträge für Renten- oder Lebensversicherungen, die sie über den Arbeitgeber abschließen, müssen nicht mehr unbedingt aus künftigen Gehaltsansprüchen gezahlt werden. Die Firma kann auch bereits erworbene Ansprüche auf Lohn, der in die Versicherung fließen soll, so wie bis 2001 üblich mit rund 21 Prozent pauschal versteuern (mit Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer).

Das Bundesfinanzministerium hat die seit Januar gültigen Einschnitte durch die Lohnsteuerrichtlinien 2001 wieder rückgängig gemacht. Diese hatten dazu geführt, dass in eine im Juni vereinbarte Direktversicherung investierte Weihnachts-, Urlaubsgelder oder 13. Monatsgehälter nur zur Hälfte pauschal mit rund 21 Prozent versteuert werden durften. Jetzt kann der Arbeitgeber wieder den gesamten Beitrag so beim Finanzamt abrechnen, wenn der Jahresbeitrag für die Direktversicherung das erlaubte Limit von 3.408 Mark nicht übersteigt.

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