Es geht voran: Viele Rentner, die eine Direktversicherung zunächst über den Betrieb und später privat geführt haben, müssen nun für die Auszahlung weniger Krankenkassenbeitrag zahlen. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherer akzeptiert ein Rechenverfahren der Lebensversicherer, das die Auszahlung in einen betrieblichen und einen privaten Teil trennt. Die Kassen richten sich ohne nähere Prüfung danach – außer bei Zweifelsfragen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte entschieden, dass private Anteile an der Auszahlung einer Direktversicherung bei Pflichtversicherten nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet werden dürfen. Rentner müssen in der privaten Phase allerdings selbst als Versicherungsnehmer im Vertrag eingetragen gewesen sein (Az. 1 BvR 1660/08). Für Betriebsrenten aus Pensionskassen oder Pensionsfonds gibt es bisher keine gerichtliche Entscheidung.

Tipp: Fragen Sie als Rentner bei Ihrer Kasse nach, wenn Sie Ihre Direktversicherung teilweise privat bezahlt haben. Wann sinkt Ihr Beitrag? Wann gibt es zu viel gezahlte Beiträge zurück?

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