Direktbanken Meldung

Verbinden sich zwei Banken ­miteinander, laufen vorerst alle Verträge der Kunden weiter.

Bei den Direktbanken dreht sich das Fusionskarussell: Die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) übernimmt Entrium. Die Advance Bank schlüpft unter den Mantel der Dresdner Bank. Doch damit ändern sich für die Kunden der Fusionskandidaten die Konditionen der Konten noch lange nicht.

Nach einer Verschmelzung zweier Banken müssen die Altverträge inklusive der allgemeinen Geschäftsbedingungen zu den alten Konditionen weitergeführt werden. Es gibt kein Sonderkündigungsrecht. Doch die Dresdner Bank oder die Diba können nach den vertraglich festgelegten Kündigungsfristen den bisherigen Kunden von Entrium und Advance Bank kündigen und neue Angebote machen.

Wie die Dresdner Bank mit den rund 100 000 Kunden der Advance Bank umgehen will, die dort einen Vertrag über ein „lebenslang kostenloses Depot“ abgeschlossen haben, will sie noch nicht sagen. Den Kunden werde ein „adäquates Angebot“ gemacht, so Sprecher Karl-Friedrich Brenner. Nach Einschätzung von Bankenrechtsexperten ist ein solches „lebenslang kostenloses Depot“ nicht ohne weiteres einseitig von der Bank kündbar.

Tipp: Die Kunden der Übernahme­kandidaten sollten in den nächsten Monaten die Post von der Dresdner Bank und der Diba genau lesen. Nutzen Sie Ihre Verhandlungsmacht. Ist das Angebot nicht attraktiv genug, bestehen Sie auf den alten Konditionen.

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