Direktbanken müssen ihre Kunden vor Irrtümern schützen. So urteilte jetzt das Landgericht Nürnberg-Fürth in einem Fall, der noch in der Vor-Euro-Ära passierte: Ein Sparer mit 5 000 Mark Guthaben zeichnete versehentlich 5 000 Fondsanteile, die ihn insgesamt über eine Million Mark kosten sollten. Er bemerkte den Fehler umgehend und veranlasste eine Rückbuchung. Doch die sollte ihn knapp 15 000 Mark kosten.

Die Bank hätte aber eine Sicherung oder Sperre einbauen müssen, da der Irrtum offensichtlich war, urteilten die Richter. Außerdem würde kein Bankmitarbeiter eine Millionen-Order annehmen, wenn der Kunde nur 5 000 Mark Guthaben besitze. Die Bank muss den Schaden tragen (Az. 10 O 8034/01).

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