Direktanleihe von Zimbo Schnelltest

Angebot: Der Wurst- und Fleischwarenhersteller Zimbo verkauft über sein hauseigenes Call-Center und das Internet eine Direktanleihe des Unternehmens. Für die Anleihe mit Laufzeit bis zum 30. September 2008 erhält der Anleger 7 Prozent Zinsen pro Jahr. Die Zimbo GmbH & Co. KG will sich auf diesem Weg von Anlegern insgesamt 15 Millionen Euro unter anderem für eine Expansion nach Osteuropa leihen.

Vorteil: Es fallen keine Kauf- und Verkaufsspesen an. Die Zinsen sind deutlich höher als die für die aktuellen Angebote der Banken.

Nachteil: Ob der Zinssatz von 7 Prozent dem Risiko der Anleihe gerecht wird, ist kaum zu beurteilen. Das Unternehmen hat sich gegen eine kostspielige Bewertung durch eine internationale Ratingagentur entschieden.

Zimbo wirbt jedoch mit dem Bonitätsindex des Wirtschaftsinformationsdiensts Creditreform. Der bescheinigt der Firma zurzeit eine sehr gute Bonität. Die Bewertung von Creditreform sagt allerdings nichts darüber aus, ob Zimbo die Anleihe in fünf Jahren auch zurückzahlen kann.

Bei einer Unternehmensanleihe erhält der Anleger Zinsen und Anlagesumme nur zurück, wenn es dem Unternehmen gut geht. Macht es Pleite, reiht er sich in die Schuldner der Firma ein und erhält unter Umständen sein eingesetztes Kapital nicht zurück.

Die Anleihe ist nicht börsengehandelt. Der Anleger muss das Papier also bis zum Ende der Laufzeit halten, weil es keinen Markt gibt, über den er die Anleihe vorzeitig verkaufen könnte.

Fazit: Die Unternehmensanleihe ist hoch verzinst, aber auch sehr riskant. Die Risiken der Anlage werden im Werbematerial und im Verkaufsprospekt von Zimbo klar angesprochen.

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