Test­kommentare

Internet­radios: Viele schwächeln beim UKW-Empfang

Viele tausend Sender aus dem Netz. Ob Bürger­funk auf Italienisch, Balkan-Beats oder Jazz aus New Orleans: Wer die welt­weite Radio­vielfalt genießen will, greift zum Internet­radio. Das Radio verbindet sich per WLan oder Lan-Kabel mit dem Internetrouter zu Hause. Anschließend lassen sich die vielen Tausend Internet­radio­sender sortieren – etwa nach Musikstil oder Land. Auch heimische Sender lassen sich dank UKW- und DAB+-Empfang anhören.

Weniger als zehn Sender bei UKW. So gut der Internet­radio­empfang klappt, so schlecht sieht es im UKW-Bereich aus. Einige Geräte empfingen selbst bei guten Empfangs­bedingungen weniger als zehn Sender störungs­frei, obwohl im Test­gebiet mehr als 60 Radio­sender zur Verfügung stehen. Am wenigsten empfingen Medion und Roberts mit gerade mal sechs Sendern. Käufer sollten also prüfen, ob der Lieblings­radio­sender auch per Internet­stream oder DAB+ ausgestrahlt wird.

Nur drei klingen gut. Nur die Radios von Roberts, Sonoro und Teufel klingen gut, wobei das Teufel den besten Sound hat. Als einziges Gerät im Test verfügt es über einen Subwoofer, der einen kräftigen Bass liefert. Allerdings neigt das Radio bei Jazz- und Popmusik zum Dröhnen bei hoher Laut­stärke.

Digital­radios ohne Internet­zugang: Keins klingt gut

Lokale, regionale und bundes­weite Sender. Ohne Rauschen lassen sich per DAB+ je nach Region unterschiedlich viele Radio­sender empfangen. In Berlin sind es beispiels­weise mehr als 40, in Bremen 28, in Bott­rop 24. Wer es für seinen Wohn­ort genauer wissen will, kann das auf empfangsprognose.de mit einer inter­aktiven Karte heraus­finden.

Nur eins mit gutem UKW-Empfang. Als einziges Radio im Test bietet das Grundig guten Empfang über UKW. Ohne Störungen empfing es bei gutem Antennen­signal 35 Sender – mehr als jedes andere Gerät. Auch beim DAB+-Empfang leistete es sich keine Schwächen.

Keins klingt gut. Vom Klang dürfen Radio­fans in dieser Gruppe nicht viel erwarten. Kein einziges Gerät über­zeugt mit gutem Ton. Am besten klingen noch Philips und die Sonys. Die güns­tigsten von Technisat klingen dünn und quäkig.

Aus Neuss oder New York

Digital­radios im Test - Drei klingen gut

Welt­weit. Über Sender­verzeich­nisse im Netz finden Internet­radios Tausende Sender aus aller Welt. Die Radios im Test verwenden die Listen von vTuner oder Frontier Silicon.

Deutsch­land. Per Über­tragungs­stan­dard DAB+ kommen Dutzende nationale und regionale Sender störungs­frei ins Haus. Ist das Signal zu schwach, bricht der Empfang ab.

Lokal und regional. Über UKW (häufig auch FM genannt) lassen sich haupt­sächlich lokale oder regionale Sender analog empfangen. Bei schwachem Signal rauscht es.

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