Digital­radios im Test Test

Digital­radios ohne Internet­zugang wie das Sony (links im Bild) empfangen regionale Sender klassisch über UKW und – je nach Stand­ort – Dutzende digitale Sender aus ganz Deutsch­land störungs­frei über den Stan­dard DAB+. Internet­fähige Digital­radios wie das Roberts (rechts im Bild) empfangen neben deutschen UKW- und DAB+-Sendern auch Tausende Radio­stationen aus der ganzen Welt. Die lassen sich etwa nach Ländern oder Genres ordnen.

Auf drei Wegen gelangen deutsche Radio­hörer ans Ziel: klassisch-analog über UKW oder digital über DAB+ oder das Internet. Die Stiftung Warentest hat 18 Digital­radios mit Preisen zwischen 40 und 280 Euro getestet, darunter 10 Internet­radios von Anbietern wie Philips, Grundig und Teufel. Viele schwächeln ausgerechnet beim UKW-Empfang. Doch auch der Ton der meisten Radios im Test konnte nicht über­zeugen. Nur drei klingen gut.

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TestDigital­radios im Test11.07.2018
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Digital­radios: 18 Geräte für UKW-, DAB+- oder Internet­radio im Test

Digital­radios im Test Test

Drei Empfangs­wege: Internet, DAB+, UKW.

Die meisten Deutschen hören trotz digi­taler Sendewege nach wie vor über UKW ihren Lieblings­radio­sender. Über UKW lassen sich vor allen Dingen lokale und regionale Sender empfangen. Allerdings schwächelten in unserem Test von Digital­radios viele Geräte ausgerechnet beim etabliertesten Empfangsweg.

Nur wenige störungs­freie Sender über UKW

So empfingen einige Geräte selbst bei guten Empfangs­bedingungen nur wenige Sender störungs­frei. Besser sieht es beim DAB+-Empfang aus, hier zeigen sich kaum Probleme. Vorteil: Über DAB+ lassen sich auch Sender aus ganz Deutsch­land empfangen und das rausch­frei. Allerdings ist über DAB+ selbst nicht jeder Radio­sender empfang­bar. Besonders kleinere, lokale Sender senden häufig noch nicht über DAB+. Alle Geräte im Test beherr­schen sowohl den Empfang über DAB+ als auch über UKW .

Das bietet der Digital­radio-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere aktuelle Test­tabelle zeigt Bewertungen für 18 Digital­radios von Herstel­lern wie Roberts, Medion, Sonoro, Philips, Teufel oder Sony. 10 der 18 Geräte haben integriertes Internet­radio, die anderen empfangen nur über DAB+ und UKW.

Kauf­beratung. Welcher der drei Empfangs­wege ist für wen am besten? Der Testbe­richt klärt über Vor- und Nachteile der verschiedenen Empfangs­wege auf und gibt Einblick in aktuelle Entwick­lungen beim UKW-Empfang.

Tipps und Hintergrund. Erfahren Sie, bei welchen Geräten Sie auch per Bluetooth oder WLan Musik vom Smartphone zuspielen oder den Musik­streaming­dienst Spotify einbinden können.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDFs zum aktuellen Testbe­richt aus test 7/2018 und zur vorhergehenden Unter­suchung aus test 7/2015.

10 Radios mit Internetanbindung

Von den 18 geprüften Radios verfügen 10 über eine Internetanbindung. Mit ihnen können Nutzer über WLan auf Tausende von Radio­sendern aus der ganzen Welt zugreifen. Die Sender­vielfalt lässt sich nach verschiedenen Kriterien orten, etwa nach Land oder Genre. Selbst bei schwacher WLan-Verbindung klappte das im Test einwand­frei.

Nur drei Radios bieten einen guten Ton

Nicht nur beim UKW-Empfang zeigten sich im Test Probleme, auch der Klang der meisten Radios konnte nicht über­zeugen. Nur drei Radios bieten einen guten Ton. Auch von diesen Geräte darf man trotz Preisen jenseits der 200 Euro keinen so guten Klang erwarten, wie von vergleich­bar teuren WLan- oder Bluetooth-Laut­sprechern. Die Radios sind eher etwas zum Nebenbei-Hören in der Küche geeignet, weniger für die Party im Wohn­zimmer.

UKW bleibt erhalten

Radio lässt sich auch in Zukunft über Ultra­kurz­welle empfangen. Im Juni drohte der private Dienst­leister Freenet mit Abschaltung. Die ist vom Tisch: Radio­sender und Sende­antennen-Besitzer haben sich auf neue Preise geeinigt. Dem Vernehmen nach zahlen die Sender mehr für die UKW-Ausstrahlung als bisher, aber weniger als die Antennen­besitzer forderten.

Hintergrund: Der bundes­weit für die Radio­ausstrahlung verantwort­liche Dienst­leister Media Broad­cast, der mitt­lerweile zur Freenet-Gruppe gehört, hat mehrere Hundert Antennen des UKW-Netzes verkauft. Die neuen Eigentümer versuchten höhere Mieten durch­zusetzen. Media Broad­cast unterstützte dieses Verlangen und drohte den Radio­machern mit der Abschaltung der UKW-Über­tragung. Die Bundes­netz­agentur, die den Rund­funk­markt staatlich reguliert, drohte damit, markt­regulierend einzugreifen. Das Thema „UKW-Abschaltung“ geistert immer wieder durch die Medien. Nicht zuletzt, weil die Regierungs­parteien CDU, CSU und SPD im Koalitions­vertrag vereinbart haben, das Digital­radio stärken zu wollen.

Die Realität sieht anders aus: UKW ist mit 93 Prozent Reich­weite wichtigster Empfangsweg in Deutsch­land, vor Digital­radio DAB+ mit 16 Prozent und Internet­radio mit 10 Prozent (inklusive Mehr­fach­empfang).

Nutzer­kommentare, die vor dem 27. Juni 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Unter­suchung. Den Abschnitt zum Thema „UKW“ auf der Start­seite dieses Artikels haben wir am 16. Juli 2018 aktualisiert. Im Heft­artikel selbst haben wir diese Informationen nicht aktualisiert.

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