Digitalpianos Test

Für Nach­barn und Familie ist ein Digitalpiano ein wahrer Segen. Denn auf ihm kann der Hobby­pianist mit Kopf­hörern spielen und so die Nerven der Umwelt schonen. Unser Test von zehn Digitalklavieren zeigt: Viele sind nicht nur praktisch – dank ausgefeilterer Technik kommen sie den akustischen Vorbildern auch klang­lich immer näher. Drei schneiden gut ab, das einzige Klavier „Made in Germany“ über­zeugt weniger (Preise: 925 bis 2 400 Euro).

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TestDigitalpianos03.11.2017
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Komplexe Simulation sorgt für lebendigen Klang

Die drei besten Instru­mente im Test lassen den Pianisten fast vergessen, dass er nicht vor einem „richtigen“ Klavier sitzt. Ein Grund: Sie klingen einfach schön. Bei der Klangsimulation hat sich seit dem vergangenen Test (10/2011) viel getan. So simulieren im aktuellen Test fast alle das Mitschwingen anderer Saiten, wenn eine Taste ange­schlagen wird. Die beiden Klaviere von Kawai und die teureren von Roland und Yamaha simulieren sogar leise Geräusche, die beim Loslassen von Tasten entstehen, wenn die Dämpfer zurück auf die Saiten fallen. All das trägt zu einem lebendigeren, natürlicheren Klavierklang bei.

Das bietet unser Test Digitalpianos

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen, wie gut die zehn getesteten Digitalpianos in den Prüf­punkten Klang, Spiel­barkeit, Hand­habung, Konstruktion und Verarbeitung abge­schnitten haben. Wir listen auf, wie die Instru­mente tech­nisch ausgestattet sind, wie viele Klang­farben sie haben und welche Verfremdungs­effekte sie bieten.

Interview. Im Gespräch mit test.de erzählt die Pianistin Elzbieta Stabrawa, warum auch Profis im Alltag Digitalpianos nutzen.

Heft-Artikel. Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie neben dem Artikel aus test 11/2017 auch das PDF zur Vorgänger-Unter­suchung aus test 10/2011 zum Download.

Vier Klaviere lassen sich richtig gut spielen

Neben schönem Klang zählt für Pianisten, dass sich Tastatur und Pedale gut spielen lassen. Alle Instru­mente im Test haben gewichtete Tasten mit Hebel­mechaniken, die dem Spielgefühl eines akustischen Flügels mehr oder weniger nahe­kommen. Den drei Yamahas gelingt das am besten. Auch das teurere Kawai lässt sich gut spielen.

Software-Macken „Made in Germany“

Am schlechtesten spielt sich das einzige Instru­ment im Test, das als „Made in Germany“ beworben wird: Das von Gewa. Dazu tragen auch Software-Macken bei. So verhält sich das linke Pedal im unteren Tastatur­bereich unrealistisch: Die Wirkung ist bei den Tasten im Bass­bereich völlig über­zogen. Auch sonst wirkt die Betriebs­software beim Gewa unausgereift. So kann es beispiels­weise beim Aufrufen bestimmter Zusatz­funk­tionen vorkommen, dass das ganze System abstürzt. Dann hilft es nur noch, das Gerät aus- und wieder einzuschalten, um es wieder zum Leben zu erwecken.

Digitale Klaviere können mehr

Solche System­abstürze kamen im Test nur beim Gewa vor. Den übrigen Digitalpianos – die alle­samt von japa­nischen Anbietern stammen – merkt man nur an ihren digitalen Zusatz­funk­tionen an, dass sie eigentlich eine Art hoch­spezialisierter Computer sind: Alle im Test können zum Beispiel das Klavierspiel aufzeichnen und wieder abspielen. Viele speichern es auch als Audiodatei auf einem USB-Stick. Alle lassen sich per USB-Kabel an einen PC anschließen, um darauf etwa Musiksoftware anzu­steuern. Die meisten bieten Midi-Anschlüsse (Musical Instru­ment Digital Inter­face). Darüber können sie zum Beispiel andere elektronische Instru­mente steuern. Einige können gar als Bluetooth-Laut­sprecher funk­tionieren und Musik etwa vom Handy auf ihren Laut­sprechern wiedergeben.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Oktober 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 10/2011.

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