Digitalkameras von Lidl und Penny Schnelltest

EasyShare C743

EasyShare C743

7 Megapixel in einer Digitalkamera der Marke Kodak bietet Penny in dieser Woche an. 149 Euro soll die Easyshare C743 kosten. Gemessen an den technischen Daten ist das günstig. Doch die technischen Daten allein sagen noch gar nichts über Bildqualität und Bedienbarkeit. Im Schnelltest musste das Penny-Angebot zeigen, ob es tatsächlich nicht nur Markenware, sondern auch die dazu passende Qualität liefert. Bei Lidl heute im Sonderangebot: die Fujifilm Finepix A600 für 169 Euro. Sie war bereits für den Test Digitalkameras 2006 im Labor. test.de sagt, was die Digitalkamera-Angebote taugen und vergleicht die Preise.

Wenig Zubehör bei Penny

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Finepix A600

Finepix A600

Bei Penny gibts kaum Zubehör. Akkus und ein Netzteil fehlen. Nur einfache Batterien und eine Trageschlaufe finden sich in den Kartons. Bei Lidl ist immerhin ein einfaches Steckerladegerät und Akkus sowie eine 256 Megabyte große Speicherkarte mit von der Partie. Ansonsten ähneln sich die beiden Kameras: Sie sind zum Einschalten und Losknipsen gedacht und lassen Fotografen wenig Möglichkeiten für eigene Einstellungen. Die Fujifilm Finepix A600 hat ihre Qualität bereits im Test Digitalkameras 2006 unter Beweis gestellt. Sie macht wirklich gute Bilder, hat aber erhebliche Schwächen in der Bedienung. Vor allem verbraucht sie viel Strom. Batterien und Akkus sind viel schneller leer als bei anderen Digitalkameras.

Ständer ohne Sinn

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Klappe ohne Öffnung

Klappe ohne Öffnung

Besonderheit bei der Kodak-Kamera von Penny: Sie kommt mit einem Plastikständer daher. Damit das durchsichtige Plastikteil nicht gleich beim Auspacken im Mülleimer landet, hat Kodak eigens einen roten Aufkleber spendiert: Do not discard!, appelliert das Unternehmen an die Käufer. Nötig ist das Teil, wenn die Kamera - so wie Kodak das gerne hätte - mit einer speziellen Kodak-Easyshare-Kamerastation oder Druckerstation genutzt werden soll. Ansonsten nutzt es so gut wie gar nichts. Nicht mal als Ständer ist es sinnvoll zu gebrauchen. Wenn die Kamera im Halter steckt, lässt sich die Klappe vor dem USB- und Video-Kabel-Anschluss nicht mehr öffnen.

Bescheidene Bildqualität

Die Bildqualität der Kodak-Kamera ist bescheiden. Noch ganz anständig: die Auflösung. Auch feine Details sind zu sehen. Allerdings stört ein deutliches Bildrauschen. Einfarbige Flächen erscheinen bei näherem Hinsehen als Haufen bunter Bildpunkte. Technischer Grund ist vermutlich der unvollkommen gelungene Versuch der Kodak-Entwickler, die Sensoren für gut 7 Millionen Bildpunkte auf einem nur 1/2,5, also: 0,4 Zoll kleinen Chip unterzubringen. Zum Vergleich: Der gut funktionierende 6 Megapixel-Sensor der Fujifilm Finepix A600 ist um etwa 50 Prozent größer. Mit einem guten 3- oder 4-Megapixelsensor hätten die Kodak-Entwickler bessere Bildqualität liefern können. Mehr Megapixel nützen nur, wenn Elektronik und Objektiv darauf mit großem Aufwand abgestimmt sind.

Irreführung ins Internet

Auch sonst produziert die Kodak EasyShare C743 unschöne Bildfehler. Vor allem in Weitwinkel-Einstellung bekommen Kanten deutliche Farbsäume und ist das Bild insgesamt etwas verzerrt. Nichts weiter zu meckern gibts an der Bedienung. Kleine Schwäche: Die Kamera ist offenbar nicht für den deutschen Markt bestimmt und ausschließlich englisch beschriftet. Wer nicht weiß, dass „Delete“ für „Löschen“ steht, muss in die Bedienungsanleitung schauen. Da allerdings ist schon der deutsche Teil unter den zehn übrigen Anleitungen gar nicht so leicht zu finden. Ziemlich peinlich für Kodak: der an vielen Stellen als Adresse für weitere Informationen genannte Link www.kodak.com/go/C743support führt in die Irre. Hier ist die richtige Adresse: Kodak-Infos zur Easyshare C743.Auch da spricht Kodak allerdings ausschließlich englisch.

test-Kommentar: Pixelwahn
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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