Digitalkamera von Real Schnelltest

Eine Digitalkamera mit reichlich Zoom und Ausstattung für ganze 139 Euro bietet Real in dieser Woche an. Noch dazu bietet die Yakumo Mega-Image 410 zahlreiche Möglichkeiten. Selten bei Sonderangeboten: Fast alle Einstellungen lassen sich von Hand regeln. Der Schnelltest überprüft, ob die Billigkamera anständige Bildqualität liefert und sich vernünftig bedienen lässt.

Kein Platz für Bilder

Erster Ärger beim Einschalten: Stolze acht Sekunden vergehen, bis die Kamera aufnahmebereit ist. Der zweite Ärger folgt sogleich: Es fehlt an Speicher. Nicht mal ein paar Megabyte eingebauter Flash-Speicher sind drin. Wer keine Speicherkarte gekauft hat, muss noch mal los, bevor er knipsen kann. Immerhin: Eine ausreichend große Speicherkarte ist gar nicht mehr teuer. 128 Megabyte-Karten gibts schon ab zehn Euro.

Berauschende Farben

Auch die Bildqualität fällt enttäuschend aus. Theoretisch ermöglicht die Vier-Megapixel-CCD-Zelle eine Auflösung von 864 Linienpaaren. Zu sehen sind jedoch nicht mal 700. Hinzu kommt reichlich Farbrauschen. Will sagen: Eine eigentlich einfarbige Fläche verwandelt die Yakumo-Kamera bei näherem Hinsehen in ein Gemisch von unterschiedlich farbenen Bildpunkten. Besser wird die Bildqualität, wenn die Auflösung eine Stufe zurückgeschaltet wird. In Zwei-Megapixel-Einstellung geht nur wenig Schärfe verloren, während gleichzeitig das Farbrauschen und die Zahl digitaler Bildfehler deutlich abnimmt. Zusätzlicher Vorteil: Es passen viel mehr Bilder auf die Speicherkarte und alles geht etwas schneller als bei voller Auflösung.

Quälend langsam

Größter Mangel der Yakumo-Kamera: die langen Wartezeiten. Nur quälend langsam lässt sich durch die Menüs zur gewünschten Einstellung navigieren. Das Speichern von Bildern dauert, das Umschalten von einem Modus in den anderen erst recht und das Überspielen von Bildern in den Computer auch noch mal. Der USB-Anschluss funktioniert nach dem alten 1.1 Standard. Weitere Schwäche: Der eingebaute Minibildschirm zur Kontrolle der Ausnahmen ist schwach. Er hat nur wenig Auflösung, produziert Farbränder und hat wenig Kontrast.

Vielfalt an Möglichkeiten

Durch die zähe Bedienung und den schwachen Bildschirm manövriert sich die Kamera aus dem Real-Angebot ins Abseits, noch bevor der Schnelltest richtig begonnen hat. Schade eigentlich. Sie hat nämlich auch durchaus ihre Stärken. Vor allem: Es gibt fast nichts, was unmöglich ist. Von der manuellen Scharfstellung über die Langzeitbelichtungen bis hin zu Serienaufnahmen reicht die Palette der Optionen für ambitionierte Fotografen. Weitere Stärken: Für die Stromversorgung sind handelsübliche und preiswerte Mignonzellen zuständig. Außerdem macht das Gehäuse eine soliden und vertrauenswürdigen Eindruck.

test-Kommentar: Mangel an Tempo
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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