Digitalkamera von Penny Schnelltest

Eine Digitalkamera der Marke Pentax für 129 Euro hat Penny ab heute im Angebot. Erstaunlich: Das Modell Optio E20 ist noch recht frisch auf dem Markt. Erst im Oktober gabs die ersten Geräte zu kaufen. Die Kamera schleppt eine Hypothek mit sich herum: Die Vorgängerin Optio E10 schnitt im Vergleichstest ziemlich bescheiden ab. Im Schnelltest muss die E20 zeigen, ob sie einen Fortschritt darstellt.

Marke mit großer Geschichte

Pentax ist eine Marke mit großer Geschichte. Das Unternehmen erfand die Belichtungsmessung durchs Objektiv. Spiegelreflexkameras wie die Spotmatic, die auto 110 oder die ME sind Legende und standen für erstklassige Funktion bei kompakter Bauweise. Mit handlichen Abmessungen kommt auch die Optio E20 daher. Ganz im Gegensatz zu ihren Vorfahren ist die Kamera allerdings ausgesprochen billig. Pentax stellt sie vermutlich gar nicht selbst her. Der taiwanesische Digitalkamera-Gigant Premier jedenfalls bietet ein Modell an, das der Pentax Optio E20 bis tief in die technischen Details hinein gleicht.

Mangel an Ausstattung

Das Vorgängermodell war im aktuellen Digitalkameravergleich nicht so recht im Bild. „Simple Kompaktkamera mit sehr großer Einschalt- und Auslöseverzögerung“ urteilten die test-Ingenieure und vergaben das Qualitätsurteil „befriedigend 3,3“. Einziger Lichtblick: Der Autofokus funktionierte gut. Schon auf den ersten Blick fällt an der Optio E20 auf: Geblieben ist die magere Ausstattung. Sie hat keine Sucher. Im Karton stecken ein paar billige Batterien, Kabel für die Verbindung zum Computer und zum Fernseher, eine Trageschlaufe und zwei CD-Roms. Das wars. Keine Speicherkarte, kein Akku, kein Netzteil.

Geduldsprobe für Fotografen

Auch sonst hat der Schnelltest kein Happy-End. Die E20 funktioniert kaum besser als ihre Vorgängerin E10. Auflösung und Farbwiedergabe sind in Ordnung. Gute Bilder gelingen aber nur, wenn Fotograf und Motiv der Kamera genug Zeit lassen. Die Auslöseverzögerung liegt deutlich über einer Sekunde und ist damit viel zu lang für Schnappschüsse. Nach dem Einschalten vergehen fünf Sekunden, bis Aufnahmen möglich sind und nach jedem Umschalten der Betriebsart und beim Speichern und Löschen von Bildern sind jeweils wiederum bis zu vier Sekunden Wartezeit fällig. Fotografieren wird damit zur Geduldsprobe.

Lichtblick beim Blitzen

Erfreulich immerhin: Der eingebaute Blitz bringt eine anständige Leistung. Bis zu vier Meter weit bringt er Licht ins Dunkel. Der Autofokus funktioniert wie schon bei der E10 gut, aber auch er lässt sich ziemlich viel Zeit. Hauptmanko: Eine manuelle Entfernungseinstellung ist nicht möglich, und ein Hilfslicht fürs Scharfstellen im Dunkeln fehlt. Da nutzt dann auch der kräftige Blitz nichts mehr.

test-Kommentar: Mangel an Tempo
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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