Digitalkamera von Aldi Schnelltest

Traveler Slimline X6

Traveler Slimline X6

Die Sommerferien rücken immer näher. Wenn die Urlaubskasse schon geschröpft ist, gibts die passende Kamera für Erinnerungsfotos preiswert beim Discounter: Diese Woche verkauft Aldi Süd die Traveler Slimline X6 Digitalkamera für 179 Euro. Im Schnelltest muss sie zeigen, was sie kann.

Ausstattung

Das Positive vorweg. Die Aldi-Kamera ist außergewöhnlich gut ausgestattet: Zwei Akkus, Speicherkarte mit 256 MB, Netzteil, Ladegerät und Autoanschluss gehören zum Lieferumfang. Auch das Metallgehäuse macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Die Bedienungselemente sind etwas klein, aber übersichtlich und funktionell angeordnet. Auch die Gebrauchsanleitung ist mit 136 Seiten außergewöhnlich umfangreich, übersichtlich und mit sehr vielen Bildern klar gegliedert.

Bedienung

Bei näherem Hinsehen fallen jedoch die Nachteile der Kamera auf. Besonders nervig ist der langsame Autofokus. Nach dem Einschalten braucht die Kamera etwa zwei Sekunden, bis sie einsatzbereit ist. Das ist vergleichbar mit anderen Digitalkameras. Die Auslöseverzögerung beträgt jedoch meist noch einmal mehr als eine Sekunde und ist damit deutlich länger als bei fast allen Kameras aus dem aktuellen Vergleichstest. Eine manuelle Fokusierung ist bei der Traveler nicht möglich. Schnappschüsse sind damit schwierig. Mit Vorfokusierung ist die Auslöseverzögerung zwar kürzer, aber trotzdem noch spürbar.

Auflösung

Die Auflösung der Traveler-Kamera ist trotz sechs Megapixel verhältnismäßig gering. An den Bildecken ist sie noch etwas schlechter als in der Bildmitte. Auch die Belichtung ist vergleichsweise knapp. Dadurch erscheinen die Farben häufig flau und in den helleren Bildpartien leicht übersättigt. Das Bildrauschen tritt auch bei guten Lichtverhältnissen auf - erst recht bei der maximalen Empfindlichkeitseinstellung ISO 400.

Wiedergabe

Der LCD-Monitor auf der Rückseite der Kamera ist recht groß: 63 Millimeter Bildschirmdiagonale. Trotzdem zeigt das Display bei Aufnahmen zum Teil gravierende Farbabweichungen: Ein blauer Himmel erscheint manchmal violett. Ferner hellt die Belichtungsautomatik gelegentlich die Aufnahmen auf. Das ist vermutlich auf die Übersteuerung zurückzuführen. Bei direktem Sonnenlicht ist auf dem Monitor praktisch nichts zu erkennen. Da ein Sucher fehlt, ist die Kamera bei Sonnenschein nur umständlich zu gebrauchen - und damit für den Sommerurlaub vielleicht doch nicht geeignet.

test-Kommentar: Kamera mit Abstrichen
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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