Digitalfotografie Meldung

Im Herbst auf der photokina in Köln angekündigt, vermutlich im Früh­jahr auf der Fotomesse PMA in Las Vegas präsentiert: der neue Standard von Kodak und Olympus für digitale Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven. Das Revolutionäre daran: eine einheitliche Größe des Sensorchips mit einer Diagonalen von 4/3 Zoll und ein markenübergreifender einheitlicher Objektivanschluss.

Bei digitalen Spiegelreflexkameras wer­den bislang meist klassische Wechselobjektive der Kamerahersteller verwendet. Und die sind für Film als Aufnahmematerial konstruiert. Das neue System ist mehr auf die Eigenschaften digitaler Bildsensoren ausgerichtet. Die sind am leistungsfähigsten, wenn die Lichtstrahlen rechtwinklig auftreffen. Schräg auf die Pixel fallendes Licht kann zu Farbstichen und Unschärfen führen. Auflösungen von mehr als sechs Millionen Pixel können mit herkömmlichen Objektiven nicht richtig ausgenutzt werden. Chipgröße und Optik sollten aufeinander abgestimmt sein. Nach Ansicht von Olympus und Kodak bietet dafür eine Chipdiagonale von 4/3 Zoll günstige Voraussetzungen. Und nicht zuletzt gibt das kompaktere Objektive.

Olympus und Kodak wollen das Einheitsbajonett auch anderen Kameraherstellern schmackhaft machen. Ob die jedoch ihre eigenen Objektivanschlüsse aufgeben, ist fraglich. Bislang hat nur Fujifilm ernsthaft Interesse signalisiert.

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