Digitalfernsehen Meldung

Das Digitalfernsehen schreitet voran, per Satellit und Antenne, im Kabel und bald auch fürs Handy. Netzbetreiber und Programmanbieter nehmen das zum Anlass, flächendeckend eine Verschlüsselung einzuführen, wie sie bislang nur beim Bezahlfernsehen üblich war. Kunden des digitalen Kabelfernsehens kennen das schon: Unverschlüsselt gibt es meist nur die öffentlich-rechtlichen Programme. Für werbefinanzierte Privatsender wie ProSieben oder RTL brauchen sie eine „Smartcard“, die es nur gegen eine Freischaltgebühr gibt. Einige Kabelanbieter nehmen sogar eine monatliche Zugangsgebühr. Und auch für Zuschauer des bisher kostenlosen Satellitenfernsehens könnte bald ein monatlicher Obolus fällig werden. Berichte über entsprechende Pläne des Satellitenbetreibers Astra und der Senderfamilien ProSieben Sat.1 und RTL führten im Frühjahr zu Protesten von Verbraucherschützern und zu Ermittlungen des Bundeskartellamts. Beim Handy-Fernsehen DVB-H droht ebenfalls die Verschlüsselung: Handynetzbetreiber wollen es gegen monatliche Gebühren anbieten. Nur die Öffentlich-Rechtlichen lehnen die Verschlüsselung kategorisch ab – aber die bekommen ihr Geld ja auch schon über die GEZ.

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