Digitales Radio über DAB

UKW-Ersatz kommt nicht in Fahrt Seit Jahren schon dümpelt DAB vor sich hin: zu wenig Sender, teure Geräte.

Verbreitungsweg

Über das terrestrische Verfahren DAB (Digital Audio Broadcasting): Es steht in Konkurrenz zum analogen UKW-Rundfunk.

Voraussetzung

Ein spezielles DAB-Radio. Davon gibt es in Deutschland derzeit rund 50, darunter Autoradios, Tisch- und tragbare Geräte, meist auch für UKW. Wir haben zwei erprobt. Das Ergebnis: Die DAB-Empfangseigenschaften ließen sowohl beim tragbaren „Elan“ von Pure (150 Euro) als auch beim„Digit Radio DAB“ von Technisat für 160 Euro (im Bild rechts) zu wünschen übrig. Was den Klang angeht, ist das Technisat-Gerät zwar ausgeglichen, erzeugt aber keinen sehr hohen Schalldruck. Und der tragbare Elan taugt nur fürs Strandbad – Kofferradio bleibt eben Kofferradio.

Programme

Je nach Standort zwischen etwa 4 und 16. Das Angebot ist nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch innerhalb der Länder unterschiedlich. Was gesendet wird, hängt vom Willen örtlicher Programmveranstalter und Landesmedienanstalten ab. Ergebnis: Der Deutschlandfunk ist bundesweit per DAB zu hören, aber je nach „lokalem Ausstrahlungspaket“ ist der Sender zu wechseln. DAB krankt noch an geringer Sendeleistung und zu wenigen Kanälen, was im Alltag stört: Im Bürogebäude am Lützowplatz in Berlin fanden wir nur zehn Programme.

Technik

DAB kommt als digitales Übertragungsverfahren der CD-Qualität vergleichsweise am nächsten. Es eignet sich auch zur Übermittlung von Grafiken, Verkehrsdaten und Videosequenzen.

Kosten

Ab 130 Euro für das Gerät. Dazu kommen die Rundfunkgebühren.

Gut zu wissen

Für Empfang im Auto ist oft eine spezielle Antenne nötig.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1788 Nutzer finden das hilfreich.