Digitales Radio per DVB-T

Stiefkind mit Zukunfts­chancen. Bald sollen die ersten 30 Hörfunkprogramme als Beigabe zu DVB-T starten.

Verbreitungsweg

Auch im Verbund mit Digitalfernsehen via Antenne (DVB-T) kann digitaler Hörfunk gesendet werden. Fernsehempfang über diesen Weg ist bereits in vielen Ballungsräumen Deutschlands Realität. Die Übertragung von Hörfunk dagegen ist im DVB-T-Standard zwar vorgesehen, aber bisher nicht realisiert.

Voraussetzung

Ein Spezialempfänger, genannt DVB-T-Receiver oder -Box test 5/2005, und eine Haus- oder Zimmerantenne, abhängig vom Empfangsgebiet. Außerdem muss der Nutzer in einem DVB-T-Sendegebiet wohnen. Wer bereits DVB-T sieht, kann die alte Box nutzen. Für den mobilen Einsatz gibt es auch Sets aus Steckkarte und Miniantenne fürs Notebook (siehe Bild).

Programme

Bisher keine. In der Regi­on Berlin/Brandenburg soll es mit Erscheinen dieses Hefts im Testbetrieb an die 30 Hörfunkprogramme geben – zunächst auf ein Jahr befristet. Darunter sind zwölf Sender des Digitalreceiver-Herstellers Technisat wie Star*Sat Country, oder Euroklassik 1. Davon abgesehen herrscht bis auf weiteres in Deutschland aber auf dieser Welle Funkstille.

Technik

DVB-T-Radio ist eine Erwei­­ter­ung des Fernsehbegleittons.

Kosten

Außer den Rundfunkgebühren keine, falls der Nutzer bereits DVB-T empfängt. Ansonsten fallen ab 80 Euro für einen Empfänger an. Falls der Radiofreund per Zimmerantenne empfangen will, kommen noch ab 10 Euro dazu.

Gut zu wissen

Selbst wenn sich andere DVB-T-Regionen anschließen, bleibt dieser Übertragungsweg von Hörfunk den Radiofreunden auf dem flachen Land versperrt. Denn außerhalb der Ballungsräume soll DVB-T aller Voraussicht nach gar nicht eingeführt werden.

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