Digitales Fernsehen Meldung

Ab Juni 2004 werden Zuschauer in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen sechszehn Fernsehprogramme mit der Antenne digital empfangen. Damit wird der Empfangsbereich des so genannten Überall-Fernsehens (DVB-T) innerhalb Deutschlands erweitert. Den Anfang machten die Bundesländer Berlin und Brandenburg. Dort startete DVB-T bereits diesen März. Voraussetzung für den digitalen Empfang ist eine Set-Up-Box oder ein Fernseher mit Digitaltuner.

Nach- oder Aufrüsten

Wer via Satellit oder Kabel seine Fernsehprogramme empfängt, ist von dieser Umstellung nicht betroffen. Das digitale Fernsehen kann per Antenne allerdings nur mit einer Set-Top-Box empfangen werden. Kosten: Ab circa 125 Euro aufwärts. Im Test schaffte nur ein Gerät ein gutes Qualitätsurteil. Nur wenige Hersteller bauen in digitale Fernseher einen DVB-T-Tuner ein oder bieten die Möglichkeit, diesen nachzurüsten. Die Umstellung auf Digitalfernsehen erfolgt nicht abrupt. Es gibt eine Übergangszeit von knapp einem halben Jahr, in der die Programme sowohl analog als auch digital über Antenne ausgestrahlt werden.

Nord-Nordwest

Wie in Berlin und Brandenburg werden in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen anfangs nur ein Teil der Programme digital zu sehen sein. Außerdem gehts nicht flächendeckend los: In Hannover/Braunschweig, Bremen/Unterweser sowie in Nordrhein-Westfalen im Großraum Köln/Bonn gehen ab 24. Mai 2004 sechszehn Programme digital über den Äther. Davon acht Private: RTL, RTL2, SuperRTL, Vox, Sat1, ProSieben, Kabel1 und N24. Und ebenfalls acht öffentlich-rechtliche Sender: ZDF, 3Sat, KiKa, ZDF-Digitext, ARD, NDR (in Nordrhein-Westfalen WDR), Phönix und Arte. Nach der Übergangszeit, wenn also nur noch digital über Antenne gesendet wird, werden es dann 24 Sender sein. Welche acht Sender dazukommen ist noch offen.

Fernsehen unterwegs

Zweck des terrestrischen Digital-Fernsehens ist zum einen eine verbesserte Bild- und Tonqualität. Zum anderen wird mobiles Fernsehen möglich sein: zum Bespiel auf dem Notebook, im Auto oder auf dem PDA. Doch bis so etwas tadellos funktioniert, kann es noch dauern. Bei der Umstellung in Berlin gabs anfangs zum Beispiel noch Sendelöcher. Selbst wenn diese in den Ballungszentren aufgehoben sind, wird es wohl in ländlichen Gegenden weiterhin problematisch sein. Außerdem können in Räumen auch dicke Wände stören, wenn per Zimmerantenne empfangen wird.

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