Facebook, Google und Co.: So sorgen Sie vor

Testament. Nehmen Sie den digitalen Nach­lass in Ihr Testament auf. Bestimmen Sie eine oder mehrere Personen, die im Fall Ihres Ablebens Zugriff auf Ihre Onlineaccounts erhalten.

E-Mail-Zugang. Der Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto ist besonders wichtig: Dort laufen viele Nach­richten zusammen. Notieren Sie für Ihre Erben, welche E-Mail-Konten Sie nutzen und welche wichtigen Nach­richten dort regel­mäßig eingehen.

Vermächt­nis. Legen Sie fest, was mit Ihren Profilen bei Facebook, Twitter, Google+ und Co. geschehen soll. Sollen Ihre Erben die Seiten löschen oder in Gedenken erhalten?

Fotos und Videos. Geben Sie Ihren Angehörigen einen Hinweis auf erhaltens­werte Fotos und Videos. Das erleichtert Erben die Entscheidung, was gelöscht werden kann. Legen Sie fest, wer auf welche Daten zugreifen darf. Das gibt Rechts­sicherheit.

Digitale Abos. Führen Sie auf, welche kosten­pflichtigen Abos und Zugänge nach Ihrem Tod gekündigt werden sollen: Apps etwa, Online­spiele, Streaming­dienste und digitale Zeit­schriften.

Pass­wörter. Bewahren Sie Zugangs­namen und Pass­wörter getrennt auf. Am besten in einem Tresor oder Schließ­fach. Oder nutzen Sie einen Pass­wort­manager.

Pass­wort­manager. Das ist ein sicheres Programm zur Verwaltung aller Pass­wörter. Legen Sie den Pass­wort­manager auf einem verschlüsselten USB-Stick ab und bewahren ihn zusammen mit Ihrem digitalen Vermächt­nis auf. Dann müssen Sie nur noch das Masterpass­wort für USB-Stick und Pass­wort­manager an Ihre Erben weitergeben.

Hand­geschrieben. Formulieren Sie alle Regeln zu Ihrem digitalen Nach­lass persönlich von Hand. Es mag wider­sprüchlich klingen, aber auch für den digitalen Nach­lass gilt: Nur ein hand­schriftliches Testament ist rechts­wirk­sam. Unterzeichen Sie persönlich, am besten mit einem Zeugen, der ebenfalls unter­schreibt.

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