Die Sender­gruppen Pro7, Sat1 und RTL müssen 55 Millionen Euro Strafe zahlen. Dieses Bußgeld hat das Bundes­kartell­amt für wett­bewerbs­widrige Absprachen verhängt. Die Sender hatten vereinbart, ihre digitalen Free-TV-Programme im Kabelnetz verschlüsselt auszustrahlen. Außerdem verabredeten sie begrenzte Nutzungs­möglich­keiten der Signale. Anti-Werbe­blocker und Kopier­schutz­funk­tionen schränkten Fernseh­zuschauer spür­bar ein. Für die Sender ist damit nun Schluss. Sie versprachen, derartige Praktiken für die nächsten zehn Jahre zu unterlassen. Für Zuschauer bedeutet das: Sie können die Privatsender in Stan­dard­auflösung (SD) wieder aufnehmen und Werbung über­springen. Kabel-Deutsch­land-Kunden brauchen allerdings weiterhin eine Entschlüssel­ungs­karte. Obwohl die Sender ihre Signale unver­schlüsselt weitergeben, über­trägt Kabel Deutsch­land sie weiterhin verschlüsselt. Der größte Kabelanbieter versorgt 8,5 Millionen Haushalte. In hoher Auflösung (HD) sind und bleiben die Privatsender verschlüsselt. Für deren Empfang brauchen Zuschauer weiterhin Entschlüssel­ungs­karten.

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