Digitaler Bilderrahmen Schnelltest

Seit Montag steht ein digitaler Bilderrahmen für 49,95 Euro im Real-Regal. Klingt günstig, taugt wenig. Warum die Osterfotos in dem Rahmen nicht gut aussehen, klärt der Schnelltest.

Bilder zu blass oder zu intensiv

Wer seine Ostereier gerne knallig färbt, hat mit den Fotos vom Fest auf dem Real-Bilderrahmen wenig Freude. Das Gerät verfälscht die Farben. Einige scheinen gar einer Fantasiewelt entsprungen. Leuchtendes Orange zum Beispiel. Es wirkt völlig übersteuert. Andere Farben sind zu blass. Insgesamt ist das Bild dunkel und unscharf.

Schwache Auflösung

Die schlechten Farben sind kein Wunder, denn das Display kann nicht alle Farbnuancen darstellen. Die Messung ergab: Der Bilderrahmen schafft gerade mal 80 Prozent des Farbraums, den eine gute Digitalkamera abbilden kann. Mit 480 mal 234 Punkten ist die Bildauflösung nicht eben top. Höher auflösende Bilder rechnet der Rahmen schlecht um. Beides beeinträchtigt die Bildqualität zusätzlich.

Bessere Bilder kosten

Für nur knapp 50 Euro dürfen Fotofreunde aber auch nicht zuviel erwarten. Wer eine hochwertigere Bildwiedergabe will, muss tiefer in die Tasche greifen. Bilderrahmen mit einer Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten kosten mindestens 100 Euro. Sie erreichen etwa Fernsehqualität.

Nichts für Multimediafans

Nicht nur in puncto Bildwiedergabe, auch in Sachen Vielseitigkeit lässt der Real-Rahmen Wünsche offen. Das Gerät liest nur jpg-Dateien. Mit anderen Bildformaten kommt es nicht zurecht. Ton oder gar bewegte Bilder kennt das Gerät nicht. Ein Lautsprecher fehlt. Immerhin ist der Bilderrahmen mit nur vier Tasten zur Menüschaltung und einer einfachen Fernbedienung recht leicht zu handhaben.

Wetterstation inklusive

Das Highlight an dem Bilderrahmen: die integrierte Wetterstation. Am unteren Bilderrahmenrand zeigt das Display Luftfeuchtigkeit und Innentemperatur an. Ein Funksensor übermittelt die Außentemperatur. Für all das braucht das Gerät kaum Strom: 6,3 Watt schluckt es im Bildbetrieb. Wer den Bilderrahmen benutzen möchte, muss ihn allerdings ans Netz anschließen. Ein Batteriefach hat er nicht. Ist das Gerät aus, verbraucht es auch keinen Strom. Die Wetterstation bleibt trotzdem aktiv.

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