Digitale Videorekorder Test

Wenns nach den Herstellern geht, sollen DVD-Rekorder bald in jedem Wohnzimmer stehen. In diesem Jahr wollen sie erstmals mehr DVD- als VHS-Rekorder verkaufen. Die Prognose könnte eintreffen. Die Preise für DVD-Rekorder fallen - die Nachfrage steigt. Die aktuellen Geräte bieten mehr Qualitätsstufen und spielen die meisten Audio- und Videoformate ab. Für TV-Junkies gibts eine besonders attraktive Variante: DVD-Rekorder mit Festplatte. Stiftung Warentest hat acht DVD-Rekorder mit Festplatte getestet und sechs ohne.

Bei 4,7 Gigabyte ist Schluss

DVDs speichern maximal 4,7 Gigabyte Daten. Schon eine Stunde Fernsehbilder in höchster Qualität enthalten so viele Informationen, dass nicht mehr Film auf eine DVD passt. Kompromiss: Einen Aufnahmemodus wählen, der die Informationen pro Zeiteinheit reduziert. Das mindert allerdings die Qualität. Dazu kommt: Bei den meisten Rekordern ist die Qualität nicht stufenlos einstellbar. Standard-Aufnahmemodi waren bisher ein, zwei oder vier Stunden. Das heißt: Qualität wird in Zeiteinheiten angegeben. Daraus folgt: Je länger die gewählte Zeit desto schlechter die Qualität. Bei vier Stunden ist sie so schwach, dass die DVD-Bilder noch nicht einmal mit VHS-Rekordern mithalten können. Dabei soll gerade der Vorteil von DVD-Rekordern sein, dass sie im Vergleich zu den Kassetten-Geräten eine brilliante Bildqualität haben. Doch ein hohes Niveau können sie nicht allzu lange halten.

Gut für Spielfilme

Die Hersteller haben reagiert. Unter anderem auf mangelndes Interesse der Käufer wegen schwacher Qualität bei längeren Aufnahmen. Die aktuellen Geräte können nun auch in Spielfilmlänge - 2,5 oder 3 Stunden - aufnehmen. Die kommen wegen der vielen Werbepausen schnell zusammen. In dieser Länge konnten viele Produkte aus dem DVD-Rekorder-Test 9/2004 noch nicht aufzeichnen. Im aktuellen Test zeigten Philips DVDR 725H, Toshiba RD-XS 32 und Sony RDR-HX 900 gute Bilder in Spielfilmlänge. Alle anderen schafften bei einer Aufnahmedauer von 2,5 oder 3 Stunden nur Mittelmaß. Brilliante Bilder bei geringer Aufnahmedauer sollte generell kein Problem für DVD-Rekorder sein. Doch selbst hier schwächeln der LiteOn LVW-5045 und der Thomson DTH 8040 E. Und nach wie vor gilt: Lange Aufnahmen von vier Stunden meistert kein DVD-Rekorder gut.

Schauen und aufnehmen

Bei DVD-Rekordern mit Festplatte lässt sich womöglich das Problem lösen: Zuerst den Film auf Festplatte aufnehmen, die Werbepausen markieren und sie beim Überspielen auf die DVD weglassen. Dann passt ein zweistündiger Spielfilm in hoher Qualität auf eine DVD. Auch für die Festplatte gilt: Wenn mehr draufgehen soll, mindert das die Qualität der Aufnahme. Wie viel Film insgesamt auf die Festplatte geht, hängt neben der gewählten Qualität natürlich auch von ihrer Größe ab. Bei bester Qualität schafft der Toshiba RD-XS 32 nur 17 Stunden, der Testsieger Panasonic DMR-E 95 H dagegen 34 Stunden. Weiterer Vorteil von DVD-Rekordern mit Festplatte: zeitversetztes Fernsehen. Das bedeutet: Der Rekorder nimmt auf der Platte einen Film auf und kann ihn schon während der Aufnahme wiedergeben. Wer zu spät nach Hause kommt und seinen Wunschfilm programmiert hat, muss nicht warten bis er zu Ende ist. Er kann sofort anfangen, ihn zu gucken.

Komplett + Interaktiv: Test DVD-Rekorder aus der Zeitschrift test

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