Digitale Spiegelreflexkamera Olympus E-1 Schnelltest

Das Besondere an der digitalen Spiegelreflexkamera von Olympus ist von außen nicht sichtbar: der CCD-Chip im 4/3-Format. Dieses System bedingt neuartige Wechselobjektive, die vor allem an den Bildrändern eine bessere Schärfe erzielen.

Olympus macht mit seinem neuen CCD-Chip Objektive fit für die Digitalfotografie. Klassische Objektive erzeugen zu den Bildecken hin schräg einfallendes Licht. Während es beim Film fast egal ist, in welchem Winkel die Strahlen einfallen, müssen die lichtempfindlichen Elemente des Chips haargenau getroffen werden. Das klappt an den Rändern und Ecken nicht so recht. Abschattungen sind die Folge.

Während herkömmliche Wechselobjektive genau zur 35-Millimeter-Filmgröße passen, sind die neuen auf die deutlich kleineren CCD-Chips berechnet. Das Licht trifft auch am Rand genau senkrecht auf. Beim 4/3- System kann man die alten Olympus-Objektive für analoge Spiegelreflexkameras nicht mehr verwenden.

Die Olympus E-1 hat eine Auflösung von rund fünf Megapixeln. Wir testeten sie mit dem Zuiko-Digital-Zoom der Brennweiten 14–54 Millimeter. Die Bilder können auf Compactflash-Karten Typ I oder II gespeichert werden; folglich lassen sich auch xD-Karte mit Adapter und Microdrive benutzen. Alle Belichtungseinstellungen sowie der Weißabgleich sind von Hand regulierbar. Durch den manuellen Weißabgleich kann man neutralere Farben erhalten. Die Belichtungsautomatik arbeitet gut, die Lichtempfindlichkeit liegt im oberen Bereich. Insgesamt sind die Aufnahmen der neuen Olympus sehr kontrastreich und scharf. Im Februarheft werden wir sie genauer mit anderen Digitalkameras vergleichen.

Olympus E-1 getestet mit Zuiko Digital Zoom 14–54 mm
Preis: etwa 2 500 Euro
Anbieter: Olympus
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Tel. 0 40/23 77 30
Fax 0 40/23 07 61

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