Digitale SpiegelreflexKamera Meldung

Gute Objek­tive haben noch nicht ausgedient.

Analog-Objektive passen oft auch an Digitalkameras.

Flotte Werbesprüche, wonach spezielle „Digitalobjektive“ deutlich besser sind, fanden wir bislang kaum bestätigt. Der Versuch mit einem lichtstarken Tele- oder guten Macroobjektiv kann sich lohnen. Außer bei Olympus passen Autofokus-Objektive eines Herstellers auch an dessen Digitalgehäuse. Bei Pentax klappt das sogar mit noch älteren Objektiven. Das K-Bajonett wurde beibehalten, was wir im Test über digitale Spiegelreflexkameras (test 7/2005) irrtümlich falsch darstellten.

Die Problemfelder:

  • Bildqualität: Neue Objektive sind besser gerechnet, vergütet und gefertigt als vor 20 Jahren.
  • Mechanik: Oft versagt bei alten Objektiven die Springblende. Das Sucherbild wird bei kleiner Blende sehr dunkel.
  • Funktionseinschränkung: Zum Beispiel kann es an der Blendenübertragung hapern.
  • Scheinbare Brennweitenverlängerung: Weil digitale Bildwandlerchips deutlich kleiner sind als das Foto auf dem Kleinbildfilm, ist der Sehwinkel enger. Ein 28-Millimeter-Weitwinkelobjektiv wirkt etwa wie eine Normalbrennweite, ein 300-Millimeter-Tele wie eines mit 500 Millimeter.
  • Faustformel: Multiplizieren Sie die Brennweite Ihrer Objektive mit dem Faktor 1,6 – so wirken sie dann an der digitalen SLR.

Tipp: Testen Sie alte Objektive vor dem Kauf neuer „digitaler“.

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