Digitale Empfangsgeräte Meldung

In den nächsten Jahren soll analoges Radio und Fernsehen abgeschaltet werden. Macht es da noch Sinn, sich neue Empfangsgeräte anzuschaffen?

Ja, durchaus. Bis mindestens 2010 bleibt sowieso alles beim Alten. Und auch danach müssen die "alten" Geräte noch lange nicht in den Elektronikschrott.

Zum Radio: Das digitale Nachfolgesystem für UKW steckt noch in den Kinderschuhen. Der flächendeckende bundesweite Betrieb von DAB (Digital Audio Broadcasting) lässt auf sich warten. Digitale Empfangsgeräte sind noch Mangelware. Es ist also kaum damit zu rechnen, dass 2010 die letze UKW-Sendung über den Äther geht. Die Gesellschaft für Unterhaltungselekronik geht von einer Übergangsfrist bis 2015 aus. Geplant ist nur, ab einem bestimmten Zeitpunkt keine neuen Sendelizenzen mehr auszustellen. Davon sind die alten Progamme aber unberührt. Und solange mit größeren Teilnehmerzahlen beim UKW gehört wird, denkt wohl niemand ans Abschalten.

Beim Fernsehen ist das anders. DVB (Digital Video Broadcasting) ist bereits seit geraumer Zeit im Angebot. Und anders als bei einem UKW-Radiogerät, das DAB nicht empfangen kann, lässt sich jeder TV-Empfänger für DVB aufrüsten. Denn das "Digital" steht beim Fernsehen schlicht für die Übertragung der Programme. Die Fernsehnorm (bei uns Pal) bleibt davon unberührt. Ein Vorsatzgerät (zum Beispiel eine D-Box) oder ein Einbaudekoder wandeln die digitalen Signale in analoge um. Da sind auch keine Qualitätseinbußen zu befürchten. Und typische Zusatzfunktionen von DVB wie die elektronische Programmzeitschrift EPG macht das Vorsatzgerät auch zugänglich.

Dieser Artikel ist hilfreich. 38 Nutzer finden das hilfreich.