Digitale Bilder­rahmen Test

Weih­nachten naht und damit die Suche nach Ge­schenken. Seit einiger Zeit beliebt: digitale Bilder­rahmen. 1,4 Millionen Stück kauf­ten die Deutschen 2009 – die meisten in der Zeit vor Weih­nachten. Doch nicht jeder Rahmen bringt den Lieben ungetrübte Freude: Von 16 Modellen empfehlen die Tester nur fünf für den Gabentisch.

Staubfänger oder Fotoretter

An digitalen Bilder­rahmen scheiden sich offen­bar die Geister. Für die einen sind es Staubfänger und Strom­fresser, für die anderen bedeuten sie die Rettung aber­tausender Bilder aus dem digitalen Foto­grab. Zwiespältig ist auch das Ergebnis einer aktuellen Kurzumfrage auf www.test.de: Rund 60 Prozent der 580 Teilnehmer gaben an, sie brauchten keinen digitalen Bilder­rahmen. Doch immerhin 14 Prozent aller Teilnehmer besitzen zwar noch keinen, hätten aber gern einen. Und von den 147 Teilnehmern, die so ein Gerät schon besitzen, nutzen es knapp zwei Drittel oft oder manchmal.

Strom­fresser kostet jähr­lich 6,30 Euro

Viele Kritiker stören sich am Energieverbrauch der Bilder­rahmen. Der ist zwar gering, aber doch stetig: Zwar liegen die Verbrauchs­werte der Geräte im Betrieb bei nur rund 3 bis 9 Watt, doch auch das summiert sich. Ausgerechnet der Test­verlierer Technaxx Easy Vision 7’’ belastet die Strom­rechnung mit 2,10 Euro im Jahr am wenigsten. Die höchsten Strom­kosten im Test verursacht der DigiF­rame88 von Braun: Mit 6,30 Euro pro Jahr schlägt er zu Buche – allerdings bei täglich acht Stunden Dauer­betrieb und dem Rest im Standby.

Nun auch als "echtes" Foto­album

Eine Neuerung wird Skeptiker möglicher­weise freuen: Vier digitale Bilder­rahmen im Test lassen sich nicht nur per Kabel mit Energie versorgen, sondern haben auch einen Akku. Das insgesamt befriedigende Digi­Album7 von Braun für 100 Euro kommt in Form eines Foto­albums daher – mit Kunst­leder­einband. Damit ist es ideal geeignet zum Mitnehmen und Herum­reichen. Allerdings: Keiner der vier mobilen Rahmen im Test liefert eine gute Bild­qualität.

Wasser­tropfen sollen erkenn­bar sein

Gerade die Bild­qualität aber muss über­zeugen. Sonst landet der Bilder­rahmen schon bald in der Schublade. Wichtig waren den Testern gut aufgelöste Fotos mit kräftigen und original­getreuen Farben. Sie haben unter anderem Helligkeit und Kontrast gemessen. Dazu schauten sie auf allen 16 Rahmen fünf ausgesuchte Prüf­bilder an und bewerteten die Darstellung. Für gute Noten müssen auch geringe Nuancen und kleine Details wie die Wasser­tropfen vor einem Wasser­fall erkenn­bar sein. Das beste Bild zeigt der große Intenso 10'' MediaCreator für 113 Euro. Im Vergleich zum Testsieger Trans­cend PF830W und dem mit 59 Euro güns­tigsten Guten Alessio L.A.8 hat er einen größeren Betrachtungs­winkel. Ein kleiner Betrachtungs­winkel schränkt das Foto­vergnügen besonders dann ein, wenn der Rahmen hoch­kant steht.

Kodak bringt Zugang zu Facebook-Fotos

Besonders praktisch scheint der insgesamt befriedigende Pulse-Rahmen von Kodak: Richtet der Enkel für ihn eine E-Mail-Adresse ein (@kodakpulse.com), kann er den Groß­eltern seine Fotos mailen. Sie erscheinen dann ohne weiteres Zutun im Bilder­rahmen. Voraus­setzung: Die Groß­eltern haben einen kabellosen Internet­zugang (WLan). Sind sie – ganz modern – sogar Mitglied beim Onlinen­etzwerk Facebook, lässt sich der 135 Euro teure Rahmen von Kodak auch damit verknüpfen. Er kann dann Fotos aus eigenen Facebook-Alben oder aus Alben von Freunden abrufen. Fraglich aber, ob jedes Facebook-Foto auch wirk­lich bei den Groß­eltern ankommen soll. Außerdem kritisch: Kodak erhält durch die Nutzung der E-Mail-Adresse Zugriff auf alle Bilder.

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