Digitale Bilderrahmen Test

Bei einem elektronischen Bilderrahmen wechseln die Fotos auf Knopfdruck oder automatisch. Doch nur jedes zweite getestete Modell bietet „gute“ Bildqualität.

Der Hama 7" ist schlapp auf der Brust. Er bietet einen so geringen Kontrastumfang, dass Details in den Schatten auf dem Foto verlorengehen. Der Aiptek Monet DE dagegen zeichnet von hell bis dunkel fein abgestuft. Er zeigt die beste Bildqualität der Bilderrahmen im Test. Kaum schlechter schneiden Intenso, Philips SPH8008 und Transcend ab.

Bildqualität wie beim Fernsehen

Im Test vertreten sind 20 Modelle mit 16,2 bis 20,3 Zentimeter Bilddiagonale (7- und 8-Zoll-Rahmen), was etwa dem Bildformat 10 x 15 Zentimeter entspricht. Die digitalen Bilderrahmen sind mit den aktuellen Fernsehgeräten verwandt. Ihr LCD-Bildschirm, den die meisten Fernseher ebenfalls haben, bietet eine mit dem herkömmlichen SD-Fernsehen (Standardauflösung) vergleichbare Bildqualität.

Höhere Auflösung, bessere Bilder

Grundsätzlich gilt: Die Rahmen mit der höheren Auflösung bieten die besseren Bilder. 800 x 600 Bildpunkte beziehungsweise 800 x 480 sollte ein digitaler Bilderrahmen schon haben. Viele spiegeln aber stark. Grund ist ihre Glasabdeckung. Bei hellem Umgebungslicht ist das Bild dann kaum zu erkennen. Die wenigsten Probleme dieser Art haben glaslose Rahmen. Empfehlenswert hier: Aiptek, Kodak P820, Samsung und Transcend. Probleme gibt es auch beim Blick schräg von der Seite, insbesondere wenn der Rahmen hochkant steht. Praktisch alle Bilderrahmen schränken den Betrachtungswinkel sehr stark ein. Wirklich gute Sicht gibt es nur direkt von vorn.

Unter 9 Euro Stromkosten im Jahr

Es soll Leute geben, die zeigen über ihren großen, flachen Fernseher Standbilder, damit das triste dunkelgrau des Bildschirms nicht den optischen Eindruck des Raumes stört. Doch das ist ein teurer Spaß. Große Fernsehgeräte verbrauchen im Dauerbetrieb jede Menge Strom. Und der kann schnell über 200 Euro im Jahr kosten. Wenn es nur darum geht, Fotos zu zeigen, sind die Bilderrahmen eine billigere Möglichkeit. Acht Stunden Diashow täglich kosten zwischen 2,50 und knapp 9 Euro im Jahr.

Aus der Kamera in den Rahmen

Die Rahmen sind meist einfach zu handhaben: Die mit Bildern gefüllte Speicherkarte aus der Kamera nehmen, in den Rahmen einlegen, Bildwiedergabe starten, fertig. Alle geprüften Geräte können SD- oder SDHC-Speicherkarten auslesen. Die sind praktisch Standard bei Digitalkameras.

Alternative: Den Bilderrahmen über den USB-Anschluss mit dem Computer verbinden und die Fotos direkt in den Speicher des Rahmens laden. Doch nicht jedes Modell bietet genügend internen Speicherplatz.

Falls der interne Speicher der digitalen Bilderrahmen genutzt werden soll: Platz lässt sich sparen, wenn die Fotos mit einer ähnlichen Auflösung aufgenommen werden, die der Bilderrahmen bietet. Die Kameras lassen sich entsprechend einstellen.

Und wer seine Fotos am PC bearbeitet, kann die Bilder nachträglich auf die Bildschirmauflösung skalieren und auf das passende Seitenverhältnis zurechtschneiden. So muss der Rahmen nicht an den Bildern herumrechnen, was die Bildqualität verschlechtern kann. Zudem: Dann geht der Bildwechsel am schnellsten.

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